Unser Thema ist "fundamentalistische Christen" und da habe ich in unserem Lexikon nachgeguckt , wie Fundamentalismus eigentlich definiert ist:
allgemein: kompromissloses Festhalten an (politischen, religiösen) Grundsätzen.
Das Wort trat erstmals im Zusammenhang mit einer von protestantischen Christen (1910-1915) in den USA herausgegebenen Schriftreihe auf.
Darin waren vor allem 4 unverrückbare "Grundwahrheiten" enthalten:
Darin wird 1. definiert, dass alles, was in der Bibel steht richtig ist ("Unfehlbarkeit der Hl. Schrift", "Hl. Schrift enthält keinen Irrtum"). Des Weiteren wird festgelegt, dass 2. moderne Technologien zu missachten sind, sobald sie der Hl. Schrift widersprechen. 3. kann nur derjenige ein wahrer Christ sein, der die fundamentalistischen Ansichten teilt und 4. sei die moderne Trennung von Kirche und Staat zugunsten der religiösen Bestimmung immer dann aufgehoben, wenn die 2 Bereiche kollidieren.
Fundamentalistische Strömungen sind in allen Weltreligionen zu finden. Der Fundamentalismus versucht seine ursprünglichen Ansichten durch Dogmatisierung zu erhalten und seine Ansichten gegen Kritik und Zweifel zu immunisieren (siehe oben).
Es gibt sowohl einen protestantischen, als auch einen katholischen Fundamentalismus.
(Quelle: Zeitverlag Gerd Bucerius GmbH & Co. KG, Hambug 2005; Die Zeit - Das Lexikon in 20 Bänden; 05 Flue-Gram; Seite 197)
Auf der einen Seite bewundere ich die Anhänger des Fundamentalismus, denn ihr Glaube ist so stark, dass sie auch an Unbeweisbares glauben und dass ihr Glaube das wichtigste in ihrem Leben ist. Vielleicht aber ist es auch etwas spezifisch Menschliches, an etwas Übersinnliches zu glauben und darin Halt zu finden. So glauben einige an Gott, andere an die Kraft von Steinen oder Horoskopen.
Auf der anderen Seite beinhaltet der Fundamentalismus, dass man intolerant und abweisend anderen Glaubensrichtungen gegenüber ist. Jeder sollte meiner Meinung nach an das glauben dürfen, an das er möchte. Das wiederum verbietet der Fundamentalismus. Jede Glaubensrichtung, die nur ihren eigenen Glauben gelten lässt, ist gefährlich, wie die Geschichte gezeigt hat.
Beitrag von Antonia Adler
Samstag, 31. März 2007
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