Mittwoch, 30. Mai 2007

Neues Wappentier christlicher Fundamentalisten

Ich bin grade noch auf eine unterhaltsame Internetseite gestoßen. Sie handelt vom Kaiserpinguin, der auf Grund seiner Lebensumstände und -Formen jetzt als Wappentier der christlichen Fundamentalisten gilt.

http://www.orf.at/051004-91962/91963txt_story.html

"Mit der Dokumentation "Reise der Pinguine" hat der französische Dokumentarfilmer Luc Jacquet eindrucksvoll das Leben der Kaiserpinguine in der unwirtlichen Antarktis in Szene gesetzt. Er sorgte aber gleichzeitig dafür, dass der Pinguin nun für eine handfeste Religionsdebatte in den USA herhalten muss."

Christliche Fundamentalisten sehen in diesem Film, also in dem Leben der Pinguine, ihre Grundwerte und Überzeugungen bestätigt. Die Kaiserpinguine leben in einer eisigen Region. Demnach ist ihr Leben nicht einfach. Sie leben aufopfernd; legen zum Beispiel einen Hunderte von Kilometern langen Marsch zu ihren Balz- und Brutplätzen zurück.

Aber lest am besten selbst. Es lohnt sich!
Lg Antonia

Juden werden zur Erfüllung der Bibelprophezeiung gebraucht

Ich habe wieder eine interessante Internetseite gefunden. Hier steht ungefähr das gleiche wie auf der Internetseite, die ich in meinem letzten Beitrag angegeben habe.

http://www.anti-defamation.ch/downloads/dokumente/Christlicher_Fundamentalismus___Die_Juden_dereinst_in_der_Endzeit_zum_Messias_f_hren.pdf?PHPSESSID=a791cface80109841b3820675868afc8

"Zum fundamentalistischen Bibelverständnis gehört die Überzeugung vom nahen Ende der Weltzeit. Speziell evangelikale und charismatische Christen glauben, dass die Endzeit bereits angebrochen sei. Sie vertreten das heilsgeschichtliche Schema, wonach sich die Juden als Gottes auserwähltes Volk im Heiligen Land sammeln und zu Jesus bekehren müssen, ehe dieser als Messias wiederkommt und die Welt erlöst."

Besonders interessant fand ich aber, dass es Gruppierungen gibt, die Juden aus aller Welt zurück nach Israel bringen wollen. So zum Beispiel die "Operation Exodus". Sie bezahlt Juden aus Russland die Schiffsreise von Odessa nach Haifa. Sie sind überzeugt, dass sich in der Rückkehr der Juden Prophezeiungen aus der Bibel erfüllen. Erst dann wird Jesus Christus auf die Erde zurückkommen. Operation Exodus hat schon Zigtausende aus dem Osten nach Israel gebracht.

Noch ein bisschen was neues, sonst nochmal eine Wiederholung von meinem letzten Beitrag.
Liebe Grüße Antonia

Dienstag, 29. Mai 2007

Israel und der christliche Fundamentalismus

Auf folgender Internetseite
http://www.compass-infodienst.de/Martin_Kloke__Endzeitfieber_und_Pulverfass.246.0.html
habe ich viele Informationen zu der Frage gefunden, warum christliche Fundamentalisten Israel unterstützen.
Der Autor Martin Kloke ist in diesem Bereich ein Fachmann. Ich habe die Informationen für meinen Beitrag allerdings nicht ausschließlich von dieser Internetseite. Wobei sich die Aussagen der Internetseiten im Großen und Ganzen entsprachen.


Der Kern des christlich-fundamentalistischen Weltbildes kann so zusammengefasst werden:

»Der Anti-Christus führt den Krieg gegen den letzten Feind, gegen Israel, letztlich gegen den Gott Israels. Der 3. Weltkrieg findet also statt. […]: Es sind 200 Millionen, die gegen Israel antreten. Sie sammeln sich am Euphrat und kommen vom Osten nach Israel (Offb. 9,14; 16,16). Der 3. Teil der Menschen wird dabei umkommen (Offb. 9,16.18; 16,14). Die ›Schlacht aller Schlachten‹ findet in der Megiddo-Ebene statt, in ›Har-Mageddon‹ […]. In dieser Schlacht geht es um die Entscheidung: Welches Reich gilt: das Reich Allahs oder Jahwes? Babel oder Jerusalem?«
Das Ende der heutigen Welt wird sich laut der Fundamentalisten also in Israel abspielen. Daher ist es notwendig, dass der Staat Israel so verwirklicht wird, wie es in der Bibel steht. Erst wenn die Prophezeiungen der Bibel erfüllt sind, wird Jesus auf die Welt zurückkommen. Dieses Ereignis wird von den christlichen Fundamentalisten ersehnt.
Jener Dritte Weltkrieg wird mit einem gewissen Kitzel beschworen – die christlichen Fundamentalisten glauben, dass durch diesen Dritten Weltkrieg Gott auf die Erde zurückkehrt. (Erinnerung an die 5 "fundamentals": Jesus Christus wird sichtbar und leiblich auf die Erde wiederkommen). Sie glauben daran, dass Jesus Christus auf die Erde kommt um über die Menschen zu richten: Die Christen werden in den Himmel kommen, die Antichristen werden sterben. Unter Antichristen verstehen die Fundamentalisten alle Menschen, die nicht zu 100% an Gott glauben. Dazu zählen also auch Juden, Moslems,...

Christliche Fundamentalisten glauben, dass die Wiederkunft Christi nahe bevorsteht. Ein Indiz dafür ist die von der Bibel beschriebene massenhafte »Rückkehr« von Juden in ihr biblisch verheißenes Land – nach zwei Jahrtausenden des Exils. Demnach ist die Gründung des Staates Israel 1948 der Beginn der Endzeit.

Christliche Fundamentalisten sind entschieden gegen den nahöstlichen Verständigungs- und Friedensprozess.
Kommt kein Israel zustande wie es in der Bibel beschrieben ist und keine Konfrontation, also auch kein 3. Weltkrieg, so wird Jesus Christus in der nächsten Zeit auch nicht auf die Erde zurückkommen. Um dies zu vermeiden, unterstützen christliche Fundamentalisten Israel. Christliche Fundamentalisten erwarten und ersehnen die Widerkunft Christi. Sie sind der Meinung, dass sie dann zu den Auserwählten gehören und dann also in den Himmel auffahren.
Die Fundamentalisten versuchen jede Grenzveränderung zu Gunsten der Palästinenser zu verhindern.
Ein eindeutiges Zitat von Fritz May dazu: "Wer gegen die israelische Siedlungspolitik ist, ist gegen Gott, gegen seinen erklärten Willen, gegen die Bibel."


Liebe Grüße Antonia

Demonstrationen zu Corpus Christi; G.W.Bush

http://www.cityinfonetz.de/tagblatt/thema/thema39/

Der Artikel dieser Seite stammt wohl vom Jahr 2000. Er berichtet von den verschiedenen Reaktionen verschiedener Städte auf öffentliche Proteste gegen den Film „Corpus Christi“. Als der Film in die Kinos kam, kamen sämtliche Gewalt-, Mord- und Bombendrohungen. Weiter gab es einen Haufen Protestbewegungen, auch Proteste gegen die Proteste. Es wurde sogar ein Kino angezündet.

In dem Film wird Jesus mit menschlichen Schwächen und schwul dargestellt, weshalb er so viel Aufruhr verursachte. Manche Politiker hielten sich mit dem Argument aus der Angelegenheit raus, dass sie sich nicht in Sachen kultureller Freiheit einmischen wollten à Trennung von Religion und Politik.

http://www.readers-edition.de/2006/08/18/christliche-fundamentalisten-ruesten-fuer-den-endkampf/

“Es ist eine Tatsache, dass es ohne die harte Arbeit und die Stimmen von Millionen Christen, die nicht schweigen wollten, keine republikanische Mehrheit in beiden Häusern des US-Kongresses gäbe, keine Präsidentschaft Bushs, nur wenig republikanische Gouverneure und bloß eine Hand voll Landtagsgebäude in republikanischer Hand.”Auch US-Präsident George W. Bush ist ein christlicher Fundamentalist. Er gehört den “born again Christians”, den “wiedergeborenen Christen” an. “Der Herr ist ein Kriegsheld, Jahwe ist sein Name” (Exodus 15) heißt es in der Bibel, “Ich bin ein Kriegspräsident”, ist einer von Bushs bekanntesten Sprüchen.

Dieses Zitat bestätigt, was Antonia im vorigen Artikel schon erwähnt hat: G. W. Bush verdankt seine Präsidentschaft den fundamentalistischen christlichen Wählern, weil er ihre Ansichten teilt und, nicht zu vergessen, auch nach deren Ansichten Politik betreibt.

Sonntag, 20. Mai 2007

Interessantes zum christlichen Fundamentalismus

Auf der Internetseite, die ich schon in meinem letzten Beitrag angegeben habe, habe ich noch ganz viele interessante Aussagen rund um den christlichen Fundamentalismus und die USA gefunden und im Folgenden stichwortartig zusammengefasst:


1. Politische Ansichten der Fundamentalisten:
Sie sind gegen die Gleichberechtigung von Mann und Frau, gegen Abtreibung, Homosexulaität und Pornographie.
Die USA gehört zu den wenigen Ländern, die "Convention on the Elimination of All Forms of Discrimination Against Women" (beinhaltet die Gleichberechtigung der Geschlechter) nicht ratifizierten.

Eine fundamentalistische Gruppe, die "Reconstructionists", möchte an die Stelle des weltlichen das biblische Recht setzen. Für die Radikalen unter ihnen müssten Homosexualität, Ehebruch und Blasphemie mit dem Tod durch Steinigen bestraft werden, kleinere Vergehen mit Sklaverei.

George W. Bush verdankt den Fundamentalisten, dass er der heutige Präsident der USA ist. Sie haben ihn gewählt und da das Wahlergebnis ja so knapp war, waren sie das Zünglein an der Waage. Sie wählten ihn, weil er erstens ihre Überzeugungen teilt, aber auch, weil er Republikaner ist. Laut des Artikels ist es unwahrscheinlich, dass christliche Fundamentalisten einen Demokraten wählen würden.
Bush hat die Sympathien und damit die Wahlstimme der christlichen Fundamentalisten zum Beispiel so gewonnen: Er antwortete auf die Frage der christlichen Fundamentalisten ("Was würden Sie dem Herrn sagen, damit er Sie in den Himmel lässt?") so: "Wir sind zwar alle Sünder, aber ich habe Jesus als meinen persönlichen Erlöser angenommen.". Andere Kandidaten verscherzten es sich durch "falsche Antworten" auf diese Frage mit den christlichen Fundamentalisten.



2. Ansichten über das irdische Leben:
Christliche Fundamentalisten haben die Vorstellung, dass das Leben eine Prüfung und ein Jammertal sei. Wer die Welt liebt, verstrickt sich in sie. Lässt man es sich auf der Welt gut gehen und genießt man das Leben, kommt man vielleicht nicht in den Himmel, leidet man aber – oder es sieht zumindest so aus –, so verdient man sich das Himmelreich. Darum hassen die Fundamentalisten Clinton trotz seiner baptistischen Herkunft. Seine joie de vivre stimmt nicht mit ihren Grundsätzen überein.


Noch schöne Ferien! Lg Antonia

Samstag, 19. Mai 2007

Anhänger des Fundamentalismus

Ich habe schon lange versucht herauszufinden, wieviele Menschen ungefähr christliche Fundamentalisten sind. Jedoch bin ich bis jetzt noch nicht fündig geworden.
Das einzige, was ich bisher fand waren Prozentangaben. Dazu gleich mehr, aber erst einmal zu der Frage, warum es keine genauen Zahlen gibt:
  1. Viele fundamentalistische Gemeinden sträuben sich dagegen sich zählen zu lassen
  2. Es gibt Gemeinden, die nicht zu 100 % fundamentalistisch sind und man deshalb nicht sicher ist, ob man sie dazu rechnen soll
  3. Christliche Fundamentalisten sind oft nur privat fundamentalistisch und zeigen es nach außen nicht. Ihre Zahl kann also auch nicht erfasst werden.

Auf dieser Internetseite habe ich einiges Interessantes gefunden, unter anderem über die Verbreitung der Fundamentalisten:

http://www.zeit.de/2004/42/Amerika_2fNeiman

Nach einer Umfrage der Zeitschrift Time bezeichnen sich 53 % aller amerikanischen Erwachsenen selbst als »Fundamentalisten«. Die USA ist zwar das Land mit der weitesten Verbreitung der Fundamentalisten, jedoch ist diese Zahl dennoch sehr erschreckend.

39 % der Deutschen glauben nicht an die Evolutionstheorie. 25 % der Befragten stimmen stattdessen mit fundamentalistischen Ideen über die Entstehung der Welt überein (Erschaffung der Welt in 7 Tagen).

Ich werde mich nochmal melden, wenn ich auf Zahlen über die Verbreitung der Fundamentalisten stoße.

Liebe Grüße Antonia

Donnerstag, 17. Mai 2007

Entstehung des Begriffs Fundamentalismus

Ich habe mich in der letzten Zeit darüber informiert, wie der christliche Fundamentalismus überhaupt entstanden ist.

Am Anfang des 20. Jahrhunderts ist der Begriff "Fundamentalismus" entstanden. Er hat amerikanischen und christlichen Ursprung.
Die Bibel wurde zu Beginn des 20. Jhd. immer mehr untersucht und erforscht, wobei historische Unstimmigkeiten und Widersprüche in der Bibel auftraten, dadurch wurde die Religion und der Glaube immer mehr in Frage gestellt - und die Wissenschaft entwickelte und bewies ein völlig anderes Bild der Erdenentstehung, und seit Darwin auch der Menschwerdung. Außerdem verlor die Religion in dieser Zeit immer mehr an Bedeutung. Das frühere strenggläubige Volk begann an der Religion zu zweifeln.
1895, tat sich in den USA eine Gruppe von bibelgläubigen Pfarrern und Laien zusammen, um die Grundwahrheiten (“Fundamentals”) des christlichen Glaubens gegen den überhandnehmenden theologischen Liberalismus zu verteidigen.
Sie veröffentlichten ein zwölfbändiges Werk “The Fundamentals. A Testimony to the Truth” (Chicago 1910-1915), das eine Millionenauflage erlebte, und schlossen sich 1919 zur “World’s Christian Fundamental Association” zusammen. Ihre fünf Grundwahrheiten, an denen unbedingt festgehalten werden muss, betreffen:

1. Die Bibel ist von Gott inspiriert - und deshalb unfehlbar
2. Christus wurde geboren von der Jungfrau Maria als Sohn Gottes
3. Er starb den Opfertod für die ganze Menschheit
4. Er ist leiblich auferstanden
5. Er wird leiblich wiederkommen auf die Erde.

Es gab auch schon vor der Entstehung des Begriffs Gläubige, die ähnlich wie die heutigen Fundamentalisten dachten. Allerdings wurden sie damals noch nicht als Fundamentalisten bezeichnet und waren auch noch nicht so verbreitet und daher nicht so gefährlich und bekannt wie heute.

Lg Antonia

Donnerstag, 10. Mai 2007

??

Ich mache mir gerade mal einfach so Gedanken zu dem Thema.
Was ist eigentlich so schlimm daran, dass an einigen Schulen eben nicht die Darwin-Evolutionslehre, sondern die Schöpfungsgeschichte gelehrt wird?
Wir sagen zwar, dass das beängstigend und alarmierend ist, aber warum eigentlich?
Ich würde mal sagen, es ist schlimm, weil die Schüler keine Chance haben, auch die wissenschaftliche Seite kennenzulernen. Außerdem kann man bei der Schöpfungsgeschichte nicht viel hinterfragen - und das ist wohl das schlimmste. Da ist das einfach so und so gewesen; Gott erschuf die Welt in sieben Tagen! "Warum?" gibt's hier nicht. Denn es gibt nur eine Fassung der Genesis in der Bibel.
Bei der Evolutionstheorie kann man Fragen stellen, herumforschen oder es bleiben lassen. Auf jeden Fall kann man sich dafür faszinieren und muss nicht unbedingt hinnehmen, was einem erzählt wird. Hier bleibt einem der Glaube offen.
Beispiel: Wer nicht daran glaubt, dass der Mond durch einen auf die Erde geprallten Kometen entstanden ist, der hält ihn eben für ein Stück der Erde, das mal abbrach. Es gibt eben viele verschiedene Theorien, viele davon sind natürlich unsinnig (wenigstens für einige) , aber man kann das glauben was einem plausibler erscheint. Bekommt man jedoch die Schöpfungsgeschichte und nichts anderes vorgesetzt, so hat man gar keine Wahl, sondern muss einfach diese Tatsachen hinnehmen und sich zwangsläufig für sie begeistern.
Das finde ich das eigentlich Schlimme, dass diesen Schülern dann keine Initiative geboten wird.
An Schulen, wo sowohl Evolutionstheorie als auch Schöpfungsgeschichte gleichberechtigt gelehrt wird, finde ich sollte die Schöpfungsgeschichte nichts im Biounterricht zu suchen haben, sondern in Reli. In der Schöpfungsgeschichte erfährt man nichts von Zellen, Blutkörperchen, DNA oder ähnlichem.
Ich frage mich in diesem Zusammenhang, ob es wohl christlich-fundamentalistische Wissenschaftler gibt. Und wie gehen die damit um, wenn sie wissen, dass Zellen sich fortentwickeln können?
Fundamentalistische Christen halten sich als Menschen für die Krönung der Schöpfung. Haben sie vergessen (oder wollen sie einfach nicht wissen) dass Tiere wie Menschen aus mehr als nur ähnlichen Zellen aufgebaut sind?
Meiner Meinung nach, müssten alle fundamentalistischen Christen mit dem Bio-Unterricht allgemein auf Kriegspfad sein. Und tatsächlich verabscheuen sie ja auch die Wissenschaft.
Aber: Auch fundamentalistische Christen nehmen bestimmt hin und wieder mal Tabletten gegen Kopfschmerzen, Hustensaft oder andere Medikamente. Die Medizin ist ein wissenschaftliches Fach, welches die Biologie voraussetzt. Machen die Leute hier etwa eine Ausnahme?
Ich glaube die meisten machen sich gar nicht so viele Gedanken über so etwas, da es viel einfacher ist, nicht zu hinterfragen und halt einfach hinzunehmen.

Montag, 7. Mai 2007

Fundamentalistisches Christentum und George W. Bush

George W. Bush ist evangelisch; so viel zu der Frage, welcher Konfession er angehöre. Allerdings wechselte er im Alter von 40 Jahren 1986 seine Glaubensrichtung von den Anglikanern zu den Methodisten, denen auch seine Frau angehört, um fortan als Wiedergeborener Christ zu leben.

Die methodistische Kirche geht auf John Wesley zurück und gehört zu den größten evangelischen Konfessionen. Die Entstehung methodistischer Kirchen war durch politische Verhältnisse und durch sprachliche oder kulturelle Unterschiede bedingt und ist daher auch offen für ökumenische Zusammenarbeit.
Theologisch stützen sich die Methodisten auf vier Quellen: Bibel, Tradition, Erfahrung und Vernunft.

Mehr über Methodisten erfährt man auf wikipedia.de oder auf http://www.emk-hersbruck.de/html/methodisten.html


Bei meiner Recherche bin ich noch auf folgende Seite gestoßen:
http://www.civforum.de/showthread.php?t=19551
Dazu gibt es nicht allzu viel zu sagen, weil schon viel drinsteht. Interessant zu lesen. Kommentar folgt noch.

Gruß, Anna

Sonntag, 6. Mai 2007

Argumente gegen die Evoltionstheorie

Ich habe eine interessante Internetseite von einem fundamentalistisch überzeugten Menschen gefunden. Hier wird für die fundamentalistische Überzeugung argumentiert. Es werden relativ abstruse und eher unbelegbare Argumente angeführt, warum der Verfasser die Evolutionstheorie für unwahrscheinlich hält.
Ich wollte mal zeigen, wie christliche Fundamentalisten argumentieren und wie sie sich gegen Forschungsergebnisse stellen. Sie bestreiten Fakten aus allen wissenschaftlichen Bereichen.
http://www.ge-li.de/argument.htm

Viel Spaß beim Lesen. Lg Antonia

Donnerstag, 3. Mai 2007

Die Apokalypse - Auffassungen verschiedener Glaubensrichtungen

Auf folgender Seite befindet sich ein Gespräch zwischen einem reformierten Pfarrer namens Andreas Schwendener und dem Autorenpaar Trimondi.
http://www.tagblatt.ch/index.php?artikelxml=1307816&ressort=tagblattheute/hintergrund&jahr=2007&ressortcode=tb-hi

In dem Gespräch geht es um die Botschaft der Apokalypse, die verschiedenen Religionen und ihre Auffassungen. Außerdem um die verschiedenen Formen der religiösen Lebensführungen auch innerhalb einer Religion. Hier werden auch neben islamischen Fundamentalisten, christliche angesprochen.
Herr Trimondi sagt aus, dass aller Religionen in ihrem Glauben an die Apokalypse etwas gemeinsam haben: Jeder glaubt daran, dass ein Messias kommen und über die Menschen richten werde, d.h. über die Gläubigen und über die Nichtgläubigen. Das erscheint paradox, da ja jeder an etwas anderes glaubt – aber ein Gläubiger ist. Jede Religion behauptet, am Ende würde darüber gerichtet werden, wer der richtigen Religion anhängt.
Fundamentalistische Christen glauben auch, dass das Ende der Welt nicht fern ist und scheinen nach Herrn Trimondis Meinung auch zu versuchen mit politischen Mitteln ihre „entzeitliche Prophezeiung“ beschleunigen zu wollen.

Hier noch ein Zitat zu G. W. Bush von Herrn Trimondi:
„Auf der Gegenseite (von den islamischen Fundamentalisten) steht George W. Bush. Ich glaube zwar nicht, dass er selber ein Apokalyptiker ist, aber er hält Reden, die sich apokalyptisch interpretieren lassen. Denken Sie nur an seine Wendungen wie «Kreuzzug», «Achse des Bösen», oder den Ausspruch, wer nicht für die USA sei, sei gegen sie.

Die Seite ist sehr interessant, vor allem, da sie verschiedene Meinungen zum Thema aufzeigt. Der Pfarrer beruft sich darauf, dass es nur auf die Interpretation der für die verschiedenen Religionen jeweils heiligen Worte ankommt, während die Trimondis meinen, es werde hauptsächlich unvernünftig und „egoistisch“ von den Religionen interpretiert; jede Religion entscheide für sich, was gut und böse ist.



Zur Darwin-Theorie

Darwin entwickelte die Evolutionstheorie, welche, wie in vorigen Posts von Antonia und mir schon angegeben, auch heute noch heftig umstritten ist. Und zwar so sehr, dass an manchen Schulen sogar die Schöpfungsgeschichte fast bevorzugt wird.
Die Kirche bekannte sich erst vor wenigen Jahren zur Evolutionstheorie Darwins, im Jahr 1996.
Darwin selbst war studierte Theologe, wurde aber nach seinen Erkenntnissen zum Agnostiker. Das heißt, dass er manche Dinge für ungeklärt, für grundsätzlich nicht zu klären oder für irrelevant hielt.

Zitat:"An Bord der "Beagle" war ich noch völlig rechtgläubig und ich weiß gut, dass einige Offiziere - obwohl sie sich selbst orthodox bezeichneten - mich herzlich auslachten, als ich die Bibel als unwiderlegliche Autorität in einem gewiss Punkte der Moralität anführte. Doch bis 1839 war ich so weit gekommen, dass ich dem Alten Testament nicht mehr traute als den heiligen Büchern der Hindus."


Anna

Mittwoch, 2. Mai 2007

interessant und erschreckend

Am 19. September 2006 sendete ARTE einen Themenabend über christlichen Fundamentalismus.
Dazu wurden 3 Beiträge gesendet:
1. "Von Göttern und Designern - Ein Glaubenskrieg erreicht Europa"
2. "Hexenkind - Folter im Namen Gottes"
3. "Missionare im Gleichschritt - Die "Jesus-Revolution-Army""

Zu den einzelnen Beiträgen wird auf der folgenden Internetadresse http://www.arte.tv/de/geschichte-gesellschaft/Christlicher-Fundamentalismus/Themenabend/1316966.html einiges Interessantes berichtet:

1. Fundamentalisten kämpfen gegen Darwins Evolutionstheorie. Aktuellen Umfragen zufolge glauben in England nur noch 48 Prozent der Bevölkerung an die Evolution, in Deutschland noch 61 Prozent.
Im Biologieunterricht in mindestens einer Privatschule und einer öffentlichen Schule in Deutschland wird die Schöpfungslehre als Alternative zur Evolution unterrichtet. In amerikanischen Schulen ist die Schöpfungslehre noch verbreiteter.

Kommentar:
Dieser Beitrag zeigt, wie weit verbreitet der Fundamentalismus ist und welche Gerfahr für alle Menschen daraus resultiert. Pessimistische Wissenschaftler befürchten durch den Fundamentalismus einen Rückfall ins Mittelalter. (Zur Erinnerung: Fundamentalisten bestreiten die Richtigkeit neuster Forschungsergebnisse und kritisieren den technischen Fortschritt und das vehement.)


2. Was jetzt kommt ist richtig schlimm: Europäischen Kindern wird in Afrika auf brutalste Weise der Teufel ausgetrieben.
"Teufelsaustreibung im Namen Jesu Christi. In England wurden mehrere Fälle schwerer Misshandlung bekannt, zuletzt starb ein Kind nach einer wochenlangen Tortur. Die Opfer gehören zur afrikanischen Gemeinde in England, die Täter sind Verwandte, oft die eigenen Eltern, begleitet vom allerhöchsten Segen evangelikaler freier Kirchen. Die britische Polizei hegt den Verdacht, dass die Kinder in den Kongo verschleppt werden, um dort exorziert zu werden."

Da die Opfer aber meistens aus Afrika stammen, könnte man vermuten, dass die Ursache des Problems nicht aus Europa, sondern aus Afrika stammt. Ich habe im Internet auch andere Informationen dazu erhalten, dass in Afrika kleine Kinder für Hexen gehalten werden und sie daher gequält werden um sie auszutreiben. Der Tod des Vaters wird zurückgeführt auf die Besessenheit eines Kindes, und das Kind wird so für den Tod des Vaters verantwortlich gemacht. Hier wird die akute Krise der kongolesischen Gesellschaft deutlich.
Allerdings geschieht die Verschleppung der Kinder in den Kongo mit dem Segen der Kirche.


3. Die Jesus-Revolution-Army ist eine fundamentalistische Sekte, die sich an junge Menschen (13-30 Jahre alt) richtet. Nach Angaben der Sekte hat sie 12.000 Mitglieder in 11 europäischen Ländern.
Die Jesus-Revolution-Army macht alles um modern und möglichst attraktiv auf junge Leute zu wirken. Sie vertreten jedoch die fundamentalistischen Überzeugungen. Hinter der lockeren Fassade herrscht militärische Disziplin.
Die "Armee Gottes" möchte die Jugend Europas erretten und sieht ihre Mission im Kampf gegen das Böse (Drogen, Abtreibung, Emanzipation der Frau, Sex vor der Ehe) ohne Kompromisse.

Warum junge Leute sich zu solchen Gruppen hingezogen fühlen?
Die Sehnsucht nach Sinn, nach klaren Regeln und exzessiver Spiritualität treibt sie oft zu fundamentalistischen Gruppen.
Außerdem gibt es weitere psychische Bedürfnisse, die für fundamentalistisch eingestellte Menschen typisch sind:
das Bedürfnis nach Sicherheit, Verankerung, Autorität, Identifikation, Perfektion, Einfachheit.

Lg Antonia

Dienstag, 1. Mai 2007

Fundamentalismus und Fanatismus

Ich habe mir in der Zwischenzeit viele Internetadressen durchgelesen und möchte noch einmal den Begriff Fundamentalismus allgemein beschreiben:

Grundsätzlich bedeutet der Begriff erst einmal eine Orientierung bzw. eine Rückkehr zu den Fundamenten in Bezug auf die Glaubens- bzw. Überzeugungswelt eines Menschen oder einer Gruppe. Fundamentalismus beinhaltet allerdings ein bedingungsloses, kompromissloses Festhalten an politischen, kulturellen, lebensweltlichen und / oder religiösen Grundsätzen.
Diese Grundsätze zeichnen sich im religiösen Fundamentalismus dadurch aus, dass sie sich gegen Pluralität, gegen eine moderne, sich an wissenschaftlichen Erkenntnissen orientierende Gesellschaft sowie gegen eine emanzipatorische und demokratische Haltung richten. Entsprechende Tendenzen finden sich sowohl im christlichen als auch im islamischen Fundamentalismus.

Gefährlich und zerstörerisch wird eine fundamentalistische Bewegung vor allem dann, wenn sie sich fanatisiert. Die Eingeengtheit des Fanatismus im Denken und Handeln schlägt sich in fehlender Dialog- und Kompromissbereitschaft nieder und verwandelt die ursprünglich hohen (fundamentalen) Ideale und Glaubenssätze in ein absolutistisches Schwarz-Weiß-Denken, in dem Feindbilder entstehen, die unter allen Umständen bekämpft werden müssen.

So kann religiöser Fanatismus entstehen.
Man unterscheidet zwischen essentiellem und induziertem Fanatismus. Diese zwei Begriffe erklären auch, warum Menschen von der fundamentalistischen Überzeugung angezogen bzw. überzeugt werden können:
Essentieller Fanatismus beschreibt den inneren Drang oder ein Persönlichkeitsmerkmal, das den Menschen zum Extremen neigen lässt.
Beim induzierten Fanatismus lassen sich Menschen durch essentielle Fanatiker und fanatische Bewegungen in deren Richtung zerren. Es ist ein sekundär erzeugtes (= induzieren) fanatisches Mitmachen. Oft werden junge Menschen aus einer emotional instabilen Situation heraus für die Anschauungen dogmatischer Gruppen anfällig.
Man bekommt zwar nicht so viel von christlich motiviertem Fanatismus mit, jedoch gibt es ihn. Mehr dazu im nächsten Post.
Lg Antonia