Samstag, 30. Juni 2007

Discovery Institute

Ich habe schon vor längerer Zeit eine sehr interessante Internetadresse gefunden: Die Internetseite des "Discovery Institute".
Wikipedia schreibt über diese Einrichtung folgendes:
Das Discovery Institute ist eine christlich-konservative Denkfabrik, die als gemeinnützige Bildungsstiftung organisiert und in Seattle, Washington, USA angesiedelt ist. Sie gilt als Knotenpunkt der vom christlichen Fundamentalismus verbreiteten Lehre des Kreationismus (auch Intelligent Design genannt).

http://www.discovery.org/csc/

Also da habe ich mich ein bisschen umgesehen und habe einige interessante Artikel gefunden:
http://www.discovery.org/csc/topQuestions.php#questionsAboutCriticismOfDarwinianEvolution

Hier kann man mal lesen, wie eine fundamentalistische Organisation ihre Grundsätze erklärt rechtfertigt.
Auffällig finde ich, dass sich dieser Artikel sehr oft auf Artikel bezieht, die in einer anerkannten Zeitung erschienen sind. Es scheint so, als ob das Discovery Institute sich dadurch versucht zu legitimieren und den negativen Ruf als fundamentalistische Organsisation abzustreifen.
In dem Artikel heißt es zum Beispiel auch:
Discovery Institute is not a creationist organization, and it does not favor including either creationism or the Bible in biology textbooks or science classes.
Kreationismus und Intelligent Design ist so gut wie das selbe. Die Organisation will sich vom Kreationismus distanzieren, da dieser in der Gesellschaft sehr negativ angesehen ist. Sie versuchen also mit einer neu benannten Lehre Mitglieder zu gewinnen und in der Gesellschaft nicht als fundamentalistische Organisation zu gelten.
Außerdem unterstützen sie Lehrer, die die Lehre von Intelligent Design lehren.

Die Ansichten der Organisation werden nur sehr versteckt und abgemildert erwähnt.

Wenn man sich dafür interessiert, wie eine fundamentalistische Organisation ihre Grundsätze erklärt, dann sollte er sich diese Seite durchlesen. Aber kritisch!!! Die Organisation ist nicht zu 100% so, wie sie hier scheint.

Interessant ist auch noch dieser Artikel: http://www.discovery.org/csc/aboutCSC.php
Hier wird ausdrücklich gesagt, dass das Discovery Institute Intelligent Design unterstützt.

Außerdem habe ich nach Beurteilungen des Discovery Institutes gesucht, habe aber leider nichts wirklich interessantes gefunden. Es wurde aber immer wieder erwähnt, dass dieses "Institut" das Zentrum der fundamentalistischen Idee ist.

Ich kann wirklich empfehlen, sich auf diesen Seiten mal umzugucken.

Liebe Grüße Antonia

Donnerstag, 7. Juni 2007

Missionswerk Mitternachtsruf

Antonia hatte in vorigen Beiträgen schon Beschrieben, dass viele fundamentalistische Organisationen glauben, biblische Prophezeiungen würden sich erfüllen, wenn Israel zu einem eigenen Staat würde.
Das Missionswerk Mitternachtsruf ist eine davon.
Die Mitglieder glauben an ein baldiges Weltende und versuchen mit entsprechenden Prognosen und Voraussagungen möglichst viele Mitglieder anzuwerben, bzw. Menschen zu bekehren. Allerdings schon seit Jahren. ;)
Mehr über das Missionswerk Mitternachtsruf hier:
http://www.relinfo.ch/mitternachtsruf/kurz.html

Dienstag, 5. Juni 2007

Kreationismus

Ich habe noch eine tolle Seite über Kreationismus gefunden (Kreationismus = Vorstellung und Überzeugung der Fundamentalisten über die Erschaffung der Welt).
http://www.karl-leisner-jugend.de/Evolution.htm
Hier wird einfach alles beschrieben, was zu dem Thema Kreationismus dazugehört.

Antonia

Internationale Gemeinden Christi (ICOC)

http://www.relinfo.ch/icoc/kurz.html

Auf dieser Seite befindet sich ein Artikel über die Internationalen Gemeinde Christi. Er ist kurz und knapp, aber stichhaltig.
Anders wie die Amischen ist ICOC missi0narisch tätig und spricht vor allem junge und einsame Leute an. Eine Grundlage ist bei dieser hierarisch-organisierten Gruppe der Gehorsam gegenüber dem nächsthöhergestellten Hirten. Jedes Mitglied hat einen Hirten, dem er beichtet und welcher in seinem Leben entscheidend mitspricht (z.B. was Berufs- oder sogar Partnerwahl angeht).
Die Mitglieder stehen auch bei dieser fundamentalistischen Organisation stark unter Druck. Je nach dem wie erfolgreich sie beim Anwerben neuer Mitglieder sind, können sie in der Hierarche von ICOC aufsteigen. Dabei werden sie ständig kontrolliert.
Ledige Mitglieder werden z.B. dazu angehalten in Wohngemeinschaften gleichgeschlechtlicher anderer ICOC-Mitglieder zu ziehen, wo sie der gegenseitigen Kontrolle noch mehr ausgesetzt sind.
Ein anderer Kritikpunkt an dieser Organisation ist, dass ihre vom NT abgeleiteten Lehren den Mitgliedern Aufgaben auferlegen, durch deren komplette Ausführung die Mitglieder allerdings kaum noch Zeit für sich haben. Auch hier wird also mehr wert auf die Eingliederung als Jünger in die Gemeinde gelegt als auf die Individualität des Einzelnen.
Mehr dazu noch unter folgendem Link:

http://www.relinfo.ch/icoc/info.html#regeln

Gruß, Anna

Montag, 4. Juni 2007

Die Amischen

Die Amischen sind eine fundamentalistische Sondergruppe. Ihr Gründer war ein Mennoniten-Ältester
im Emmental um das Ende des 17. Jhdt. rum. Er dachte sehr radikal und meinte ein wahrer Christ müsse die Bescheidenheit in Person sein. Schlichtheit und Bescheidenheit waren für ihn und seine Anhänger das Allerwichtigste. Um sich darin zu üben, sollten die Menschen seiner Meinung nach neue Moden bekämpfen, "weil Moden nur den Hochmut reizen." So verabscheuten die Amischen z.B. Knöpfe an ihrer Kleidung, die zu dieser Zeit sehr modern wurden.
Wer sich nicht an die Anordnungen Amanns hielt wurde verbannt.
Der Verzicht auf die Entfaltung der Individualität des Einzelnen und die Integration in die Gemeinschaft wurden zu Symbolen der Schlichtheit und Bescheidenheit.

Da die Amischen mit ihren radikal-christlichen Vorstellungen nicht überall so gut ankamen, zogen sie nach 1700 in die Neue Welt, wo sie noch heute um Pennsylvania ihr Hauptverbreitungsgebiet haben.

Die Amischen haben keine Kirchen oder Gemeinschaftsräume; sie feiern und beten zu Hause und bei der Arbeit, um die Verbindung von Alltag und Gottesdienst zu demonstrieren.

Es gibt radikale bis liberale Amischen. Die radikalsten halten ihre dreistündigen Gottesdienste in einer altdeutschen Sprache, fahren Pferdekutschen und verzichten immernoch auf Knöpfe. Die Liberalen dagegen lassen einige Neuerungen zu und besitzten beispielsweise elektrisches Licht oder sogar ein Telefon.

Bemerkenswert ist, dass sich die Amischen nicht missionarisch betätigten. Ihre Gemeinschaft vermehrte sich durch Kindersegen. Nach drei Jahrhunderten bringt das allerdings verständlicherweise Innzucht mit sich.

Die Amischen sind keine "Gefahr" für Liberaldenkende oder Anhänger der Evolutionstheorie, so wie andere fundamentalistische Gruppen. Viel mehr sind sie selbst gefährdet, da sie sich mit aller Kraft von der Welt isolieren möchten, was jedoch nicht einfach ist. Oft werden sie nämlich gerade dadurch z.B. zu Touristenattraktionen.





Freitag, 1. Juni 2007

Opus Dei

Vor ein paar Tagen meinte Antonia, Opus Dei könnte auch eine fundamentalistisch geprägte Christenvereinigung sein. Und nach eingehenden Recherchen stellte sich heraus, dass es auch so ist

Zuerst habe ich über Opus Dei allgemein recherchiert. Dabei empfehlen sich die Internetseiten www.wikipedia.de und die Internetseite des Opus Dei in Deutschland (der Link befindet sich auch auf wikipedia). Diese Seiten sind sehr informativ, jedoch muss man auch dazu wissen, dass es fast nicht mehr Informationen über Opus Dei gibt, da sie sehr viel geheim halten und wenig Transparenz zeigen.

Eine weitere Quelle war für mich „Der Schlüssel zum Da-Vinci-Code, Die wahren Hintergründe von „Sakrileg“ (Dan Brown)“ von Sharan Newman. Hier handelt es sich also um ein Buch zum Buch. Newman klärt hier Tatsachen und Fakten, die in „Sakrileg“ im Roman erwähnt, aber nicht weiter erläutert werden. Dazu gehört unter anderem auch Opus Dei. Der Schlüsselsatz für mich war hier:

„In seiner fundamentalistischen Sicht des Christentums sah Escrivá die wichtigste Aufgabe der Frau darin, zu heiraten und eine Familie zu gründen.“

Hiermit konnte ich dann auch mit einer Textstelle belegen, dass auch Opus Dei fundamentalistische Christenansichten vertritt.

Was noch für Fundamentalismus spricht, ist, dass die Sichtweisen hier sehr eng gehalten werden. Außerdem ist Opus Dei sehr konservativ eingestellt, wie auch die christlichen Fundamentalisten in den USA. Sie sind z.B. gegen Geburtenkontrolle und Scheidung.

Zu Opus Dei


Opus Dei ist eine Organisation katholischer Laien und seit 1947 offiziell als eine katholisch-weltliche Institution anerkannt.

Alle Mitglieder sind aufgerufen – auch und gerade in den unscheinbaren Dingen des Alltags – nach Heiligkeit zu streben, also nach der christlichen Verheißung eines Lebens in Fülle.

Opus Dei kommt aus dem Lateinischen und heißt soviel wie „Werk Gottes“.

Der heiliggesprochene Hosemaría Escrivá (1902-1075) ist der Gründer des Opus Dei und Verfasser des Regelwerkes Camino (Der Weg) für seine Gefolgsleute. Opus Dei entstand in Spanien in den 30er Jahren, kurz vor dem Spanischen Bürgerkrieg und später dem Zweiten Weltkrieg.

Der Gründer soll sich direkter politischer Einflussnahme zwar entzogen haben, es ist aber interessant, dass er wohl in seinem Buch „Der Weg“ eine Nähe zum Faschismus aufzeigte. Der spanische Katholizismus stand ähnlich wie in anderen Staaten damals autoritären Regierungen nicht ablehnend gegenüber.

Opus Dei wird bisweilen als politisch rechtsgerichtet und konservativ eingestuft.

Es kritisiert die Ideen der Aufklärung und predigt blinden Gehorsam; außerdem übt es sogar wie schon erwähnt Zensuren von Büchern aus. Opus Dei widerspricht also den Prinzipien der sogenannten modernen westlichen Gesellschaft.


Das Opus Dei ist einerseits stark umstritten, andererseits respektvoll anerkannt. Es genießt Wertschätzung und Unterstützung aus vor allem konservativen Kreisen des Vatikans, da diese die Zielsetzung der Organisation, nämlich das Alltagsleben von Christen zu heiligen, schätzen. Man kann aber auch meinen, dass der Respekt des Vatikans gegenüber der Organisation auf deren finanzielle Macht zurückzuführen ist.


Opus Dei wird wegen seiner Vermeidung von Transparenz, z.B. durch die Verheimlichung der Mitgliedschaft, und wegen seiner radikalen Ausrichtung stark kritisiert und zuweilen auch als Sekte bezeichnet.

Weitere Kritikpunkte (auch von ehemaligen Mitgliedern zusammengetragen) sind:

  • Absolute Gehorsamspflicht
  • Zwanghafte Moral à geistiger Druck
  • Nutzen von Freundschaften um Mitglieder anzuwerben
  • Zensur verschiedener Literatur (unliebsame theologische oder philosophisch-literarische Schriften)
  • Gefährdung der Gesundheit
  • Kontrolle


Bekannt geworden ist Opus Dei in unserer Zeit noch mal durch den Film „Sakrileg“ zum Buch, besonders im Bezug auf die Selbstgeiselung der Mitglieder. Tatsächlich wird der Schmerz in „Gottes Werk“ stark verherrlicht und auch für heilig gehalten. Mitglieder des Opus Dei werden deshalb dazu angehalten 2 Stunden täglich einen Bußgürtel zu tragen und sich einmal die Woche zu geißeln. Einige Kritiker meinen, dies sei zur Unterdrückung der „körperlichen Lust“; andere behaupten jedoch es bewirke genau das Gegenteil.


Es ist nicht einfach sich über diese Organisation ein eigenes Bild zu machen, da sie sich mit so viel Geheimnistuerei durch ihr Schweigegelübde oft selbst ungewollt den Anschein einer Sekte gibt.

Fest steht aber, dass ihre Ansichten konservativ und sehr eng gefasst sind. Innerhalb von Opus Dei können die Leiter bei den Mitgliedern überall mitreden,, solange es mit Religion zu tun hat. Opus Dei betont natürlich, dass seine Mitglieder somit ihre Freiheit haben und keiner strengen Kontrolle in jeder Hinsicht unterliegen. Die Frage ist nur, inwieweit man was mit Religion verbindet. Mancheiner verbindet sein ganzes Leben damit; ergo wird sein ganzes Leben von der Organisation bestimmt.


Was auch noch interessant ist, ist, dass Opus Dei Mitglieder in entscheidenden Schlüsselpositionen in allen Bereichen hat: In der Politik sowie an öffentlichen Institutionen, in Medien und auch im Vatikan. Der Einfluss dieser Organisation ist unglaublich groß.

Mittwoch, 30. Mai 2007

Neues Wappentier christlicher Fundamentalisten

Ich bin grade noch auf eine unterhaltsame Internetseite gestoßen. Sie handelt vom Kaiserpinguin, der auf Grund seiner Lebensumstände und -Formen jetzt als Wappentier der christlichen Fundamentalisten gilt.

http://www.orf.at/051004-91962/91963txt_story.html

"Mit der Dokumentation "Reise der Pinguine" hat der französische Dokumentarfilmer Luc Jacquet eindrucksvoll das Leben der Kaiserpinguine in der unwirtlichen Antarktis in Szene gesetzt. Er sorgte aber gleichzeitig dafür, dass der Pinguin nun für eine handfeste Religionsdebatte in den USA herhalten muss."

Christliche Fundamentalisten sehen in diesem Film, also in dem Leben der Pinguine, ihre Grundwerte und Überzeugungen bestätigt. Die Kaiserpinguine leben in einer eisigen Region. Demnach ist ihr Leben nicht einfach. Sie leben aufopfernd; legen zum Beispiel einen Hunderte von Kilometern langen Marsch zu ihren Balz- und Brutplätzen zurück.

Aber lest am besten selbst. Es lohnt sich!
Lg Antonia

Juden werden zur Erfüllung der Bibelprophezeiung gebraucht

Ich habe wieder eine interessante Internetseite gefunden. Hier steht ungefähr das gleiche wie auf der Internetseite, die ich in meinem letzten Beitrag angegeben habe.

http://www.anti-defamation.ch/downloads/dokumente/Christlicher_Fundamentalismus___Die_Juden_dereinst_in_der_Endzeit_zum_Messias_f_hren.pdf?PHPSESSID=a791cface80109841b3820675868afc8

"Zum fundamentalistischen Bibelverständnis gehört die Überzeugung vom nahen Ende der Weltzeit. Speziell evangelikale und charismatische Christen glauben, dass die Endzeit bereits angebrochen sei. Sie vertreten das heilsgeschichtliche Schema, wonach sich die Juden als Gottes auserwähltes Volk im Heiligen Land sammeln und zu Jesus bekehren müssen, ehe dieser als Messias wiederkommt und die Welt erlöst."

Besonders interessant fand ich aber, dass es Gruppierungen gibt, die Juden aus aller Welt zurück nach Israel bringen wollen. So zum Beispiel die "Operation Exodus". Sie bezahlt Juden aus Russland die Schiffsreise von Odessa nach Haifa. Sie sind überzeugt, dass sich in der Rückkehr der Juden Prophezeiungen aus der Bibel erfüllen. Erst dann wird Jesus Christus auf die Erde zurückkommen. Operation Exodus hat schon Zigtausende aus dem Osten nach Israel gebracht.

Noch ein bisschen was neues, sonst nochmal eine Wiederholung von meinem letzten Beitrag.
Liebe Grüße Antonia

Dienstag, 29. Mai 2007

Israel und der christliche Fundamentalismus

Auf folgender Internetseite
http://www.compass-infodienst.de/Martin_Kloke__Endzeitfieber_und_Pulverfass.246.0.html
habe ich viele Informationen zu der Frage gefunden, warum christliche Fundamentalisten Israel unterstützen.
Der Autor Martin Kloke ist in diesem Bereich ein Fachmann. Ich habe die Informationen für meinen Beitrag allerdings nicht ausschließlich von dieser Internetseite. Wobei sich die Aussagen der Internetseiten im Großen und Ganzen entsprachen.


Der Kern des christlich-fundamentalistischen Weltbildes kann so zusammengefasst werden:

»Der Anti-Christus führt den Krieg gegen den letzten Feind, gegen Israel, letztlich gegen den Gott Israels. Der 3. Weltkrieg findet also statt. […]: Es sind 200 Millionen, die gegen Israel antreten. Sie sammeln sich am Euphrat und kommen vom Osten nach Israel (Offb. 9,14; 16,16). Der 3. Teil der Menschen wird dabei umkommen (Offb. 9,16.18; 16,14). Die ›Schlacht aller Schlachten‹ findet in der Megiddo-Ebene statt, in ›Har-Mageddon‹ […]. In dieser Schlacht geht es um die Entscheidung: Welches Reich gilt: das Reich Allahs oder Jahwes? Babel oder Jerusalem?«
Das Ende der heutigen Welt wird sich laut der Fundamentalisten also in Israel abspielen. Daher ist es notwendig, dass der Staat Israel so verwirklicht wird, wie es in der Bibel steht. Erst wenn die Prophezeiungen der Bibel erfüllt sind, wird Jesus auf die Welt zurückkommen. Dieses Ereignis wird von den christlichen Fundamentalisten ersehnt.
Jener Dritte Weltkrieg wird mit einem gewissen Kitzel beschworen – die christlichen Fundamentalisten glauben, dass durch diesen Dritten Weltkrieg Gott auf die Erde zurückkehrt. (Erinnerung an die 5 "fundamentals": Jesus Christus wird sichtbar und leiblich auf die Erde wiederkommen). Sie glauben daran, dass Jesus Christus auf die Erde kommt um über die Menschen zu richten: Die Christen werden in den Himmel kommen, die Antichristen werden sterben. Unter Antichristen verstehen die Fundamentalisten alle Menschen, die nicht zu 100% an Gott glauben. Dazu zählen also auch Juden, Moslems,...

Christliche Fundamentalisten glauben, dass die Wiederkunft Christi nahe bevorsteht. Ein Indiz dafür ist die von der Bibel beschriebene massenhafte »Rückkehr« von Juden in ihr biblisch verheißenes Land – nach zwei Jahrtausenden des Exils. Demnach ist die Gründung des Staates Israel 1948 der Beginn der Endzeit.

Christliche Fundamentalisten sind entschieden gegen den nahöstlichen Verständigungs- und Friedensprozess.
Kommt kein Israel zustande wie es in der Bibel beschrieben ist und keine Konfrontation, also auch kein 3. Weltkrieg, so wird Jesus Christus in der nächsten Zeit auch nicht auf die Erde zurückkommen. Um dies zu vermeiden, unterstützen christliche Fundamentalisten Israel. Christliche Fundamentalisten erwarten und ersehnen die Widerkunft Christi. Sie sind der Meinung, dass sie dann zu den Auserwählten gehören und dann also in den Himmel auffahren.
Die Fundamentalisten versuchen jede Grenzveränderung zu Gunsten der Palästinenser zu verhindern.
Ein eindeutiges Zitat von Fritz May dazu: "Wer gegen die israelische Siedlungspolitik ist, ist gegen Gott, gegen seinen erklärten Willen, gegen die Bibel."


Liebe Grüße Antonia

Demonstrationen zu Corpus Christi; G.W.Bush

http://www.cityinfonetz.de/tagblatt/thema/thema39/

Der Artikel dieser Seite stammt wohl vom Jahr 2000. Er berichtet von den verschiedenen Reaktionen verschiedener Städte auf öffentliche Proteste gegen den Film „Corpus Christi“. Als der Film in die Kinos kam, kamen sämtliche Gewalt-, Mord- und Bombendrohungen. Weiter gab es einen Haufen Protestbewegungen, auch Proteste gegen die Proteste. Es wurde sogar ein Kino angezündet.

In dem Film wird Jesus mit menschlichen Schwächen und schwul dargestellt, weshalb er so viel Aufruhr verursachte. Manche Politiker hielten sich mit dem Argument aus der Angelegenheit raus, dass sie sich nicht in Sachen kultureller Freiheit einmischen wollten à Trennung von Religion und Politik.

http://www.readers-edition.de/2006/08/18/christliche-fundamentalisten-ruesten-fuer-den-endkampf/

“Es ist eine Tatsache, dass es ohne die harte Arbeit und die Stimmen von Millionen Christen, die nicht schweigen wollten, keine republikanische Mehrheit in beiden Häusern des US-Kongresses gäbe, keine Präsidentschaft Bushs, nur wenig republikanische Gouverneure und bloß eine Hand voll Landtagsgebäude in republikanischer Hand.”Auch US-Präsident George W. Bush ist ein christlicher Fundamentalist. Er gehört den “born again Christians”, den “wiedergeborenen Christen” an. “Der Herr ist ein Kriegsheld, Jahwe ist sein Name” (Exodus 15) heißt es in der Bibel, “Ich bin ein Kriegspräsident”, ist einer von Bushs bekanntesten Sprüchen.

Dieses Zitat bestätigt, was Antonia im vorigen Artikel schon erwähnt hat: G. W. Bush verdankt seine Präsidentschaft den fundamentalistischen christlichen Wählern, weil er ihre Ansichten teilt und, nicht zu vergessen, auch nach deren Ansichten Politik betreibt.

Sonntag, 20. Mai 2007

Interessantes zum christlichen Fundamentalismus

Auf der Internetseite, die ich schon in meinem letzten Beitrag angegeben habe, habe ich noch ganz viele interessante Aussagen rund um den christlichen Fundamentalismus und die USA gefunden und im Folgenden stichwortartig zusammengefasst:


1. Politische Ansichten der Fundamentalisten:
Sie sind gegen die Gleichberechtigung von Mann und Frau, gegen Abtreibung, Homosexulaität und Pornographie.
Die USA gehört zu den wenigen Ländern, die "Convention on the Elimination of All Forms of Discrimination Against Women" (beinhaltet die Gleichberechtigung der Geschlechter) nicht ratifizierten.

Eine fundamentalistische Gruppe, die "Reconstructionists", möchte an die Stelle des weltlichen das biblische Recht setzen. Für die Radikalen unter ihnen müssten Homosexualität, Ehebruch und Blasphemie mit dem Tod durch Steinigen bestraft werden, kleinere Vergehen mit Sklaverei.

George W. Bush verdankt den Fundamentalisten, dass er der heutige Präsident der USA ist. Sie haben ihn gewählt und da das Wahlergebnis ja so knapp war, waren sie das Zünglein an der Waage. Sie wählten ihn, weil er erstens ihre Überzeugungen teilt, aber auch, weil er Republikaner ist. Laut des Artikels ist es unwahrscheinlich, dass christliche Fundamentalisten einen Demokraten wählen würden.
Bush hat die Sympathien und damit die Wahlstimme der christlichen Fundamentalisten zum Beispiel so gewonnen: Er antwortete auf die Frage der christlichen Fundamentalisten ("Was würden Sie dem Herrn sagen, damit er Sie in den Himmel lässt?") so: "Wir sind zwar alle Sünder, aber ich habe Jesus als meinen persönlichen Erlöser angenommen.". Andere Kandidaten verscherzten es sich durch "falsche Antworten" auf diese Frage mit den christlichen Fundamentalisten.



2. Ansichten über das irdische Leben:
Christliche Fundamentalisten haben die Vorstellung, dass das Leben eine Prüfung und ein Jammertal sei. Wer die Welt liebt, verstrickt sich in sie. Lässt man es sich auf der Welt gut gehen und genießt man das Leben, kommt man vielleicht nicht in den Himmel, leidet man aber – oder es sieht zumindest so aus –, so verdient man sich das Himmelreich. Darum hassen die Fundamentalisten Clinton trotz seiner baptistischen Herkunft. Seine joie de vivre stimmt nicht mit ihren Grundsätzen überein.


Noch schöne Ferien! Lg Antonia

Samstag, 19. Mai 2007

Anhänger des Fundamentalismus

Ich habe schon lange versucht herauszufinden, wieviele Menschen ungefähr christliche Fundamentalisten sind. Jedoch bin ich bis jetzt noch nicht fündig geworden.
Das einzige, was ich bisher fand waren Prozentangaben. Dazu gleich mehr, aber erst einmal zu der Frage, warum es keine genauen Zahlen gibt:
  1. Viele fundamentalistische Gemeinden sträuben sich dagegen sich zählen zu lassen
  2. Es gibt Gemeinden, die nicht zu 100 % fundamentalistisch sind und man deshalb nicht sicher ist, ob man sie dazu rechnen soll
  3. Christliche Fundamentalisten sind oft nur privat fundamentalistisch und zeigen es nach außen nicht. Ihre Zahl kann also auch nicht erfasst werden.

Auf dieser Internetseite habe ich einiges Interessantes gefunden, unter anderem über die Verbreitung der Fundamentalisten:

http://www.zeit.de/2004/42/Amerika_2fNeiman

Nach einer Umfrage der Zeitschrift Time bezeichnen sich 53 % aller amerikanischen Erwachsenen selbst als »Fundamentalisten«. Die USA ist zwar das Land mit der weitesten Verbreitung der Fundamentalisten, jedoch ist diese Zahl dennoch sehr erschreckend.

39 % der Deutschen glauben nicht an die Evolutionstheorie. 25 % der Befragten stimmen stattdessen mit fundamentalistischen Ideen über die Entstehung der Welt überein (Erschaffung der Welt in 7 Tagen).

Ich werde mich nochmal melden, wenn ich auf Zahlen über die Verbreitung der Fundamentalisten stoße.

Liebe Grüße Antonia

Donnerstag, 17. Mai 2007

Entstehung des Begriffs Fundamentalismus

Ich habe mich in der letzten Zeit darüber informiert, wie der christliche Fundamentalismus überhaupt entstanden ist.

Am Anfang des 20. Jahrhunderts ist der Begriff "Fundamentalismus" entstanden. Er hat amerikanischen und christlichen Ursprung.
Die Bibel wurde zu Beginn des 20. Jhd. immer mehr untersucht und erforscht, wobei historische Unstimmigkeiten und Widersprüche in der Bibel auftraten, dadurch wurde die Religion und der Glaube immer mehr in Frage gestellt - und die Wissenschaft entwickelte und bewies ein völlig anderes Bild der Erdenentstehung, und seit Darwin auch der Menschwerdung. Außerdem verlor die Religion in dieser Zeit immer mehr an Bedeutung. Das frühere strenggläubige Volk begann an der Religion zu zweifeln.
1895, tat sich in den USA eine Gruppe von bibelgläubigen Pfarrern und Laien zusammen, um die Grundwahrheiten (“Fundamentals”) des christlichen Glaubens gegen den überhandnehmenden theologischen Liberalismus zu verteidigen.
Sie veröffentlichten ein zwölfbändiges Werk “The Fundamentals. A Testimony to the Truth” (Chicago 1910-1915), das eine Millionenauflage erlebte, und schlossen sich 1919 zur “World’s Christian Fundamental Association” zusammen. Ihre fünf Grundwahrheiten, an denen unbedingt festgehalten werden muss, betreffen:

1. Die Bibel ist von Gott inspiriert - und deshalb unfehlbar
2. Christus wurde geboren von der Jungfrau Maria als Sohn Gottes
3. Er starb den Opfertod für die ganze Menschheit
4. Er ist leiblich auferstanden
5. Er wird leiblich wiederkommen auf die Erde.

Es gab auch schon vor der Entstehung des Begriffs Gläubige, die ähnlich wie die heutigen Fundamentalisten dachten. Allerdings wurden sie damals noch nicht als Fundamentalisten bezeichnet und waren auch noch nicht so verbreitet und daher nicht so gefährlich und bekannt wie heute.

Lg Antonia

Donnerstag, 10. Mai 2007

??

Ich mache mir gerade mal einfach so Gedanken zu dem Thema.
Was ist eigentlich so schlimm daran, dass an einigen Schulen eben nicht die Darwin-Evolutionslehre, sondern die Schöpfungsgeschichte gelehrt wird?
Wir sagen zwar, dass das beängstigend und alarmierend ist, aber warum eigentlich?
Ich würde mal sagen, es ist schlimm, weil die Schüler keine Chance haben, auch die wissenschaftliche Seite kennenzulernen. Außerdem kann man bei der Schöpfungsgeschichte nicht viel hinterfragen - und das ist wohl das schlimmste. Da ist das einfach so und so gewesen; Gott erschuf die Welt in sieben Tagen! "Warum?" gibt's hier nicht. Denn es gibt nur eine Fassung der Genesis in der Bibel.
Bei der Evolutionstheorie kann man Fragen stellen, herumforschen oder es bleiben lassen. Auf jeden Fall kann man sich dafür faszinieren und muss nicht unbedingt hinnehmen, was einem erzählt wird. Hier bleibt einem der Glaube offen.
Beispiel: Wer nicht daran glaubt, dass der Mond durch einen auf die Erde geprallten Kometen entstanden ist, der hält ihn eben für ein Stück der Erde, das mal abbrach. Es gibt eben viele verschiedene Theorien, viele davon sind natürlich unsinnig (wenigstens für einige) , aber man kann das glauben was einem plausibler erscheint. Bekommt man jedoch die Schöpfungsgeschichte und nichts anderes vorgesetzt, so hat man gar keine Wahl, sondern muss einfach diese Tatsachen hinnehmen und sich zwangsläufig für sie begeistern.
Das finde ich das eigentlich Schlimme, dass diesen Schülern dann keine Initiative geboten wird.
An Schulen, wo sowohl Evolutionstheorie als auch Schöpfungsgeschichte gleichberechtigt gelehrt wird, finde ich sollte die Schöpfungsgeschichte nichts im Biounterricht zu suchen haben, sondern in Reli. In der Schöpfungsgeschichte erfährt man nichts von Zellen, Blutkörperchen, DNA oder ähnlichem.
Ich frage mich in diesem Zusammenhang, ob es wohl christlich-fundamentalistische Wissenschaftler gibt. Und wie gehen die damit um, wenn sie wissen, dass Zellen sich fortentwickeln können?
Fundamentalistische Christen halten sich als Menschen für die Krönung der Schöpfung. Haben sie vergessen (oder wollen sie einfach nicht wissen) dass Tiere wie Menschen aus mehr als nur ähnlichen Zellen aufgebaut sind?
Meiner Meinung nach, müssten alle fundamentalistischen Christen mit dem Bio-Unterricht allgemein auf Kriegspfad sein. Und tatsächlich verabscheuen sie ja auch die Wissenschaft.
Aber: Auch fundamentalistische Christen nehmen bestimmt hin und wieder mal Tabletten gegen Kopfschmerzen, Hustensaft oder andere Medikamente. Die Medizin ist ein wissenschaftliches Fach, welches die Biologie voraussetzt. Machen die Leute hier etwa eine Ausnahme?
Ich glaube die meisten machen sich gar nicht so viele Gedanken über so etwas, da es viel einfacher ist, nicht zu hinterfragen und halt einfach hinzunehmen.

Montag, 7. Mai 2007

Fundamentalistisches Christentum und George W. Bush

George W. Bush ist evangelisch; so viel zu der Frage, welcher Konfession er angehöre. Allerdings wechselte er im Alter von 40 Jahren 1986 seine Glaubensrichtung von den Anglikanern zu den Methodisten, denen auch seine Frau angehört, um fortan als Wiedergeborener Christ zu leben.

Die methodistische Kirche geht auf John Wesley zurück und gehört zu den größten evangelischen Konfessionen. Die Entstehung methodistischer Kirchen war durch politische Verhältnisse und durch sprachliche oder kulturelle Unterschiede bedingt und ist daher auch offen für ökumenische Zusammenarbeit.
Theologisch stützen sich die Methodisten auf vier Quellen: Bibel, Tradition, Erfahrung und Vernunft.

Mehr über Methodisten erfährt man auf wikipedia.de oder auf http://www.emk-hersbruck.de/html/methodisten.html


Bei meiner Recherche bin ich noch auf folgende Seite gestoßen:
http://www.civforum.de/showthread.php?t=19551
Dazu gibt es nicht allzu viel zu sagen, weil schon viel drinsteht. Interessant zu lesen. Kommentar folgt noch.

Gruß, Anna

Sonntag, 6. Mai 2007

Argumente gegen die Evoltionstheorie

Ich habe eine interessante Internetseite von einem fundamentalistisch überzeugten Menschen gefunden. Hier wird für die fundamentalistische Überzeugung argumentiert. Es werden relativ abstruse und eher unbelegbare Argumente angeführt, warum der Verfasser die Evolutionstheorie für unwahrscheinlich hält.
Ich wollte mal zeigen, wie christliche Fundamentalisten argumentieren und wie sie sich gegen Forschungsergebnisse stellen. Sie bestreiten Fakten aus allen wissenschaftlichen Bereichen.
http://www.ge-li.de/argument.htm

Viel Spaß beim Lesen. Lg Antonia

Donnerstag, 3. Mai 2007

Die Apokalypse - Auffassungen verschiedener Glaubensrichtungen

Auf folgender Seite befindet sich ein Gespräch zwischen einem reformierten Pfarrer namens Andreas Schwendener und dem Autorenpaar Trimondi.
http://www.tagblatt.ch/index.php?artikelxml=1307816&ressort=tagblattheute/hintergrund&jahr=2007&ressortcode=tb-hi

In dem Gespräch geht es um die Botschaft der Apokalypse, die verschiedenen Religionen und ihre Auffassungen. Außerdem um die verschiedenen Formen der religiösen Lebensführungen auch innerhalb einer Religion. Hier werden auch neben islamischen Fundamentalisten, christliche angesprochen.
Herr Trimondi sagt aus, dass aller Religionen in ihrem Glauben an die Apokalypse etwas gemeinsam haben: Jeder glaubt daran, dass ein Messias kommen und über die Menschen richten werde, d.h. über die Gläubigen und über die Nichtgläubigen. Das erscheint paradox, da ja jeder an etwas anderes glaubt – aber ein Gläubiger ist. Jede Religion behauptet, am Ende würde darüber gerichtet werden, wer der richtigen Religion anhängt.
Fundamentalistische Christen glauben auch, dass das Ende der Welt nicht fern ist und scheinen nach Herrn Trimondis Meinung auch zu versuchen mit politischen Mitteln ihre „entzeitliche Prophezeiung“ beschleunigen zu wollen.

Hier noch ein Zitat zu G. W. Bush von Herrn Trimondi:
„Auf der Gegenseite (von den islamischen Fundamentalisten) steht George W. Bush. Ich glaube zwar nicht, dass er selber ein Apokalyptiker ist, aber er hält Reden, die sich apokalyptisch interpretieren lassen. Denken Sie nur an seine Wendungen wie «Kreuzzug», «Achse des Bösen», oder den Ausspruch, wer nicht für die USA sei, sei gegen sie.

Die Seite ist sehr interessant, vor allem, da sie verschiedene Meinungen zum Thema aufzeigt. Der Pfarrer beruft sich darauf, dass es nur auf die Interpretation der für die verschiedenen Religionen jeweils heiligen Worte ankommt, während die Trimondis meinen, es werde hauptsächlich unvernünftig und „egoistisch“ von den Religionen interpretiert; jede Religion entscheide für sich, was gut und böse ist.



Zur Darwin-Theorie

Darwin entwickelte die Evolutionstheorie, welche, wie in vorigen Posts von Antonia und mir schon angegeben, auch heute noch heftig umstritten ist. Und zwar so sehr, dass an manchen Schulen sogar die Schöpfungsgeschichte fast bevorzugt wird.
Die Kirche bekannte sich erst vor wenigen Jahren zur Evolutionstheorie Darwins, im Jahr 1996.
Darwin selbst war studierte Theologe, wurde aber nach seinen Erkenntnissen zum Agnostiker. Das heißt, dass er manche Dinge für ungeklärt, für grundsätzlich nicht zu klären oder für irrelevant hielt.

Zitat:"An Bord der "Beagle" war ich noch völlig rechtgläubig und ich weiß gut, dass einige Offiziere - obwohl sie sich selbst orthodox bezeichneten - mich herzlich auslachten, als ich die Bibel als unwiderlegliche Autorität in einem gewiss Punkte der Moralität anführte. Doch bis 1839 war ich so weit gekommen, dass ich dem Alten Testament nicht mehr traute als den heiligen Büchern der Hindus."


Anna

Mittwoch, 2. Mai 2007

interessant und erschreckend

Am 19. September 2006 sendete ARTE einen Themenabend über christlichen Fundamentalismus.
Dazu wurden 3 Beiträge gesendet:
1. "Von Göttern und Designern - Ein Glaubenskrieg erreicht Europa"
2. "Hexenkind - Folter im Namen Gottes"
3. "Missionare im Gleichschritt - Die "Jesus-Revolution-Army""

Zu den einzelnen Beiträgen wird auf der folgenden Internetadresse http://www.arte.tv/de/geschichte-gesellschaft/Christlicher-Fundamentalismus/Themenabend/1316966.html einiges Interessantes berichtet:

1. Fundamentalisten kämpfen gegen Darwins Evolutionstheorie. Aktuellen Umfragen zufolge glauben in England nur noch 48 Prozent der Bevölkerung an die Evolution, in Deutschland noch 61 Prozent.
Im Biologieunterricht in mindestens einer Privatschule und einer öffentlichen Schule in Deutschland wird die Schöpfungslehre als Alternative zur Evolution unterrichtet. In amerikanischen Schulen ist die Schöpfungslehre noch verbreiteter.

Kommentar:
Dieser Beitrag zeigt, wie weit verbreitet der Fundamentalismus ist und welche Gerfahr für alle Menschen daraus resultiert. Pessimistische Wissenschaftler befürchten durch den Fundamentalismus einen Rückfall ins Mittelalter. (Zur Erinnerung: Fundamentalisten bestreiten die Richtigkeit neuster Forschungsergebnisse und kritisieren den technischen Fortschritt und das vehement.)


2. Was jetzt kommt ist richtig schlimm: Europäischen Kindern wird in Afrika auf brutalste Weise der Teufel ausgetrieben.
"Teufelsaustreibung im Namen Jesu Christi. In England wurden mehrere Fälle schwerer Misshandlung bekannt, zuletzt starb ein Kind nach einer wochenlangen Tortur. Die Opfer gehören zur afrikanischen Gemeinde in England, die Täter sind Verwandte, oft die eigenen Eltern, begleitet vom allerhöchsten Segen evangelikaler freier Kirchen. Die britische Polizei hegt den Verdacht, dass die Kinder in den Kongo verschleppt werden, um dort exorziert zu werden."

Da die Opfer aber meistens aus Afrika stammen, könnte man vermuten, dass die Ursache des Problems nicht aus Europa, sondern aus Afrika stammt. Ich habe im Internet auch andere Informationen dazu erhalten, dass in Afrika kleine Kinder für Hexen gehalten werden und sie daher gequält werden um sie auszutreiben. Der Tod des Vaters wird zurückgeführt auf die Besessenheit eines Kindes, und das Kind wird so für den Tod des Vaters verantwortlich gemacht. Hier wird die akute Krise der kongolesischen Gesellschaft deutlich.
Allerdings geschieht die Verschleppung der Kinder in den Kongo mit dem Segen der Kirche.


3. Die Jesus-Revolution-Army ist eine fundamentalistische Sekte, die sich an junge Menschen (13-30 Jahre alt) richtet. Nach Angaben der Sekte hat sie 12.000 Mitglieder in 11 europäischen Ländern.
Die Jesus-Revolution-Army macht alles um modern und möglichst attraktiv auf junge Leute zu wirken. Sie vertreten jedoch die fundamentalistischen Überzeugungen. Hinter der lockeren Fassade herrscht militärische Disziplin.
Die "Armee Gottes" möchte die Jugend Europas erretten und sieht ihre Mission im Kampf gegen das Böse (Drogen, Abtreibung, Emanzipation der Frau, Sex vor der Ehe) ohne Kompromisse.

Warum junge Leute sich zu solchen Gruppen hingezogen fühlen?
Die Sehnsucht nach Sinn, nach klaren Regeln und exzessiver Spiritualität treibt sie oft zu fundamentalistischen Gruppen.
Außerdem gibt es weitere psychische Bedürfnisse, die für fundamentalistisch eingestellte Menschen typisch sind:
das Bedürfnis nach Sicherheit, Verankerung, Autorität, Identifikation, Perfektion, Einfachheit.

Lg Antonia

Dienstag, 1. Mai 2007

Fundamentalismus und Fanatismus

Ich habe mir in der Zwischenzeit viele Internetadressen durchgelesen und möchte noch einmal den Begriff Fundamentalismus allgemein beschreiben:

Grundsätzlich bedeutet der Begriff erst einmal eine Orientierung bzw. eine Rückkehr zu den Fundamenten in Bezug auf die Glaubens- bzw. Überzeugungswelt eines Menschen oder einer Gruppe. Fundamentalismus beinhaltet allerdings ein bedingungsloses, kompromissloses Festhalten an politischen, kulturellen, lebensweltlichen und / oder religiösen Grundsätzen.
Diese Grundsätze zeichnen sich im religiösen Fundamentalismus dadurch aus, dass sie sich gegen Pluralität, gegen eine moderne, sich an wissenschaftlichen Erkenntnissen orientierende Gesellschaft sowie gegen eine emanzipatorische und demokratische Haltung richten. Entsprechende Tendenzen finden sich sowohl im christlichen als auch im islamischen Fundamentalismus.

Gefährlich und zerstörerisch wird eine fundamentalistische Bewegung vor allem dann, wenn sie sich fanatisiert. Die Eingeengtheit des Fanatismus im Denken und Handeln schlägt sich in fehlender Dialog- und Kompromissbereitschaft nieder und verwandelt die ursprünglich hohen (fundamentalen) Ideale und Glaubenssätze in ein absolutistisches Schwarz-Weiß-Denken, in dem Feindbilder entstehen, die unter allen Umständen bekämpft werden müssen.

So kann religiöser Fanatismus entstehen.
Man unterscheidet zwischen essentiellem und induziertem Fanatismus. Diese zwei Begriffe erklären auch, warum Menschen von der fundamentalistischen Überzeugung angezogen bzw. überzeugt werden können:
Essentieller Fanatismus beschreibt den inneren Drang oder ein Persönlichkeitsmerkmal, das den Menschen zum Extremen neigen lässt.
Beim induzierten Fanatismus lassen sich Menschen durch essentielle Fanatiker und fanatische Bewegungen in deren Richtung zerren. Es ist ein sekundär erzeugtes (= induzieren) fanatisches Mitmachen. Oft werden junge Menschen aus einer emotional instabilen Situation heraus für die Anschauungen dogmatischer Gruppen anfällig.
Man bekommt zwar nicht so viel von christlich motiviertem Fanatismus mit, jedoch gibt es ihn. Mehr dazu im nächsten Post.
Lg Antonia

Montag, 30. April 2007

Kommentar

Zu den Karikaturen
Die erste Karikatur zeigt einen böse dreinschauenden Mann mit einem Schild in der Hand auf dem steht: Wer meine religiösen Gefühle verletzt, dem polier ich die Fresse! Das ist doch ein Widerspruch in sich. Meines Erachtens nämlich stellen Religionen soziale Regeln, damit das zwischenmenschliche Zusammenleben eine gewisse Ordnung hat. Jemandem die Fresse zu polieren fällt nicht gerade unter ein soziales Verhalten, weshalb ich das auch nicht als religiös empfinde. Es gibt aber Menschen, die in ihrer Religion die Ansicht gewonnen haben, sie müssten ihren Glauben gegen alles und jeden verteidigen und durchsetzen, da er der einzig wahre ist. Das es der einzig wahre ist, möge für diese Menschen vielleicht zutreffen. Aber der Glaube ist eine persönliche Angelegenheit; man kann nur sagen: Das ist für mich mein richtiger Glaube, und nicht das ist DER Glaube, an den sich alle zu halten haben. Es stimmt also, wenn sich der böse-aussehende Mann nicht in seinen Glauben reinreden lassen möchte. Er kann das aber auch anders sagen und muss nicht gleich so agressiv werden! Er versinnbildlicht für mich einen typischen fundamentalistischen Christen, wie ich ihn mir vorstelle: Jemand, der an seinen Glauben mit aller Gewalt glaubt, nur um nicht selbst denken zu müssen.

Zur zweiten Karikatur fällt mir ein, dass sie zeigt, dass die Kirche, der Vatikan, gar nicht sooo groß sind. Auch sie sind schwach, blind und machen Fehler. (Irren ist menschlich :) ) Lange Zeit hat jeder Christ die Kirche für perfekt, allwissend und für die Lösung zum Leben gehalten. Inzwischen benötigt auch die Kirche Hilfe, um bei den Menschen auch heute noch so viel Anklang zu finden, was ich nicht schlimm finde, aber gut zu wissen. Die Kirche ist eine menschliche Institution, eine große Gemeinschaft, und auch die hat ihre Schwächen, übersieht einiges und macht Fehler.

Freitag, 27. April 2007

Die Rückkehr der Religion

Ich habe mir folgenden Artikel durchgelesen. Wolfram Weimer, Chafredakteur des Cicero, hat ihn verfasst:
http://www.cicero.de/97.php?item=1316&ress_id=4

Grob zusammengefasst geht es darum, dass die Religion in der westlichen Welt wieder an Bedeutung gewinnt. Er geht in diesem Artikel auf die positiven Aspekte ein, die die religiöse Rückbesinnung mit sich bringt. Ich finde den Artikel gut, jedoch würde ich es nicht ganz so positiv sehen wie er, und manche seiner Argumente finde ich eher an den Haaren herbeigezogen als erwiesen.
Seine Argumentation beispielsweise, dass sich durch die Rückkehr der Religion der innere Zusammenhalt der Gesellschaft verbessern könnte, glaube ich kaum, da es meiner Meinung nach heute nicht möglich ist, alle Menschen für Religion zu begeistern. Deshalb würde ich behaupten, dass es dann eher zu einer Parallelgesellschaft führen würde als zu einem einheitlicheren Staat.

Was ich jedenfalls als plausibel und sehr interessant erachte ist die Erklärung für die Ursache dieser neuen Religionsbegeisterung:
Das 20. Jahrhundert wurde durch Unmenschlichkeit und Faschismus geprägt. Die "Ethiklosigkeit" dieses Jahrhunderts hat eine Sehnsucht nach Gott hervorgerufen. Viele Menschen brauchen die religiöse Moral als ethischen Halt.
Außerdem sagt der Artikel, dass zum Beispiel die Naturwissenschaften immer mehr Glauben von den Menschen fordern:
Die Wissensgesellschaft wird immer komplexer, ihr Wissen immer größer, der Einzelne braucht deshalb immer mehr Glauben, um dem Wissen zu vertrauen. Da jeder Einzelne nur Spezialist für ein Detail der Wissensgesellschaft sein kann, wächst mit der Komplexität auch das Maß an Glauben.

Was ich noch interessant fand und sich auf meinen letzten Post bezieht ist eine anschauliche Erklärung von Intelligent Design anhand eines Beispiels (im Artikel ca. in der Mitte zu finden):
"Wenn jemand auf einer Wiese eine Uhr findet, so würden offenkundig das geplante und gebaute System von Zahnrädern und Federn sowie das Ineinandergreifen aller Elemente darauf schließen lassen, dass die Uhr von irgendjemandem geschaffen worden sei. Niemand würde glauben, dass die Uhr von selbst dorthin gelangt sein könnte. Wenn das aber schon für eine primitive Uhr gelte, wie könne man dass die unfassbare Komplexität der Natur und der Welt als selbst erstanden und strukturiert annehmen."

Antonia

Donnerstag, 26. April 2007



Der Einfluss der fundamentalistischen Christen auf das Weiße Haus

Auf dieser Website
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/24/24781/1.html
stehen interessante Ziele der fundamentalistischen Christen. Sie fordern „das Verbot der Abtreibung, die Bekämpfung der Homosexualität und der vorehelichen Sexualität sowie dem Erhalt der Familie.“ Sie halten diese Punkte für viel wichtiger als das Thema der globalen Erwärmung. Sie streiten sogar ab, dass der Klimawandel Folge von menschlichem Handeln ist. Dagegen behaupten sie, es sei eine Umweltkatastrophe, die von Gott so vorgesehen worden sei. Er würde es nach ihrer Auffassung nicht zulassen, dass die Menschen für ihren eigenen Untergang verantwortlich wären.
Aus dem Artikel kann man auch sehr schön herauslesen, welchen Einfluss die konservativen, fundamentalistischen Christen auf das Weiße Haus haben: Die USA erklären, dass man den tatsächlichen Grund für die Klimaerwärmung nicht kenne, weshalb sie auch nicht viel gegen vermehrte Ausstöße von Treibhausgasen unternimmt. Obwohl Amerika für ein Viertel weltweiter Abgaben von Treibhausgasen in die Atmosphäre verantwortlich ist behauptet sie, mehr als andere Nationen, die das Kyoto-Abkommen unterzeichnet hätten, reduziert zu haben.
Das Kyoto-Abkommen ist ein Abkommen zur Reduktion von Treibhausgasen in der Atmosphäre weltweit.
An diesem Beispiel sieht man sehr gut, welchen Einfluss die fundamentalistischen Christen in den USA doch haben.
Ein weiteres Beispiel dazu ist ein Auszug aus: „Die Trennung von Kirche und Staat in den USA – Jefferson bis Bush“ von Bobbie Kirkhart:

„Die rapiden technologischen und sozialen Veränderungen der letzten 25 Jahre haben die Gesellschaft der USA religiöser gemacht, besonders in ihrer politischen Rhetorik. Wir hatten zwei Präsidenten - Reagan und den jetzigen Bush - die sich beide als religiöse Führer verstehen. Sie haben kontinuierlich konservative Richter in den Obersten Gerichtshof ernannt, die dazu neigen, zugunsten der Religion zu urteilen (wie in dem kürzlich erfolgten Gesetz, welches öffentliches Geld an kirchliche Schulen verteilt).
Seit 1994 ist das Repräsentantenhaus vehement religiös.
Die Fähigkeit der "religiösen Rechten," Geld aufzutreiben und Menschen zu mobilisieren, macht vielen Kongressabgeordneten, die sie keineswegs unterstützen würden, Angst. Kein Gesetz, welches Religionen unterstützt, ist zu unsinnig, um vom Repräsentantenhaus verabschiedet zu werden. Der Senat bietet noch einigermaßen Schutz gegen die lächerlichsten solcher Gesetze und der Oberster Gerichtshof kann noch einige der subtileren Verstöße verhindern.
Obwohl über viele Jahre hinweg die Wohlfahrtsverbände der verschiedenen religiösen Gruppierungen (z.B. katholisch, lutherisch, die Heilsarmee) ihre Hauptunterstützung aus Steuergeldern erhalten haben, müssen sie sich an das Bundesgesetz halten und bestätigen, daß sie weder diskriminieren noch konvertieren. Daher will die Bush Regierung ein Programm erweitern, welches bereits - ohne bemerkt zu werden - von der Carter Administration begonnen wurde. Dieses Programm, "Charitable Choice," erlaubt der Regierung, meine Steuergelder religiösen Hilfsorganisationen ihrer Wahl zu geben, die nicht im Sinne der Gleichheit und des Konvertierungsverbots agieren.“

http://www.ibka.org/artikel/ag02/kirkhart.html
Internationaler Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA)

Zu dem erwähnten Programm der Bush-Regierung noch ein Auszug:
"In den USA sehen viele seit dem Amtsantritt des Präsidenten Bush die Trennung von Staat und Religion in Gefahr. George W. Bush erklärte mit einer ersten Amtshandlung den Sonntag zum Tag des nationalen Gebets. Auch will Bush mit einem Milliardenprogramm soziale Dienste religiöser Gruppen fördern. Eine entsprechende Initiative stellte er zu Beginn seiner zweiten Amtswoche vor. Bush war zuvor mit Vertretern verschiedener Religionsgruppen zusammengetroffen. Der Plan sieht vor, dass religiöse Gruppen soziale Dienste wie Obdachlosenhilfe, Drogenberatung oder Kinderbetreuung übernehmen. Sie würden dafür Steuergelder erhalten."

Interessant fand ich nebenbei, dass es eine Website von und für Atheisten gibt, wo über solche Themen in der Form diskutiert wird. Auch als Nicht-Atheist kann einem Manches auf dieser Seite zu denken geben.


In Sachen Kirchenkritik bin ich auf einige Postkarten mit kirchen- und religionskritische Motiven gestoßen, welche von Leuten wie Janosch gezeichnet worden sind. Einige dieser Karten fand ich gar nicht so schlecht, weshalb ich sie hier zeigen möchte. Vielleicht haben sie jetzt nicht gerade viel mit dem Thema zu tun, obwohl ich sie in diesem Zusammenhang gefunden habe. Ich denke mir aber, dass auch mit solchen Motiven gegen christliche Fundamentalisten vorgegangen wird.

Montag, 16. April 2007

Die Verbreitung und das Ausleben der fundamentalistischen Überzeugung

Ich habe einige interessante Internetseiten über christlichen Fundamentalismus gefunden.

1. Mit Gottes Wort gegen die Wissenschaft:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,druck-379334,00.html

2. Die Achse der Frommen:
http://www.spiegel.de/schulspiegel/0,1518,336691,00.html

3. Von Göttern und Designern:
http://www.arte.tv/de/geschichte-gesellschaft/Christlicher-Fundamentalismus/Themenabend/1316938.html

In den 3 Artikeln geht es um das Vordringen, das Verbreiten und das Ausleben der fundamentalistischen Überzeugungen in der Welt.
Ich finde die Artikel beängstigend.
Das Lesen lohnt sich!

Noch zwei Begriffserklärungen:
Intelligent Design (ID):
Die Überzeugung, dass bestimmte Merkmale des Universums und Lebens am besten durch eine Intelligenz als Ursache geklärt werden können und nicht durch einen ungeleiteten Vorgang.
Sie verleugnen die Evolutionstheorie und spielen mit dem Begriff "Intelligenz" auf Gott an.
Für seine Anhänger ist Intelligent Design eine Wissenschaft. Sie sprechen bewusst nicht von Gott und der Heiligen Schrift, um in der Gesellschaft besser akzeptiert zu werden und um einen fundamentalistischen Eindruck zu vermeiden und dadurch mehr Anhänger zu finden.
Intelligent Design wird auch Neokreationismus genannt.


Kreationismus:
Die Überzeugung, die davon ausgeht, dass die wörtliche Interpretation der heiligen Schrift die tatsächliche Entstehung von Leben und Universum beschreibt. Im Gegenteil zu Intelligent Design bezieht sich der Kreationismus direkt auf Gott und die Heilige Schrift.

Antonia

Montag, 9. April 2007

Verwunderlich

  • Auf der Internetseite http://www.merkur.de/2007_14_Ganz_schoen_schr.19816.0.html?&no_cache=1
    habe ich heute gelesen, dass in Amerika zwar über 90 % der Bevölkerung an Gott glauben, den meisten Menschen jedoch das Grundwissen der Bibel und der Christlichen Lehre fehlt. So würden z.B. zehn Prozent von ihnen behaupten, dass Noah mit der französischen Nationalheiligen Jeanne d’Arc verheiratet war!
    Amerika wird auch „ A Nation of Religions“ genannt . Ist es da nicht erstaunlich, dass die meisten gar nicht wirklich wissen woran sie glauben? Vielleicht liegt das daran, dass Amerika eben ein "Patchwork-Kultur"-geprägtes Land ist.

    Die Bush-Regierung wird mittlerweile von den Fundamentalisten stark kritisiert, obwohl Bush religiösen Organisationen, und also auch ihnen, inzwischen eine erhebliche Menge von Steuergeldern zugänglich gemacht hat.
    Zitat von der oben genannten Internetseite: „Gleichwohl sind gerade die christlichen Fundamentalisten, die Bushs Berater Karl Rove gerne seine „Basis“ nennt, inzwischen unzufrieden mit ihrem Präsidenten. Die Bush-Regierung hat nicht ernsthaft versucht, dem Christentum an den Schulen oder in anderen öffentlichen Institutionen eine Präsenz zu verschaffen.“
    Es gibt tatsächlich einen Gegensatz zu den fundamentalistischen Christen, nämlich die liberalen, die alles was mit Religion zu tun hat aus dem öffentlichen Leben verbannen wollen.
    Jedoch scheinen beide Gruppen, fundamentale und liberale Christen, radikal zu sein.
    Die Fundamentalen geben, so wie ich das verstehe, eine Richtung vor und akzeptieren keine Abweichungen. In den USA treten sie dafür ein, dass das Christentum in öffentlichen Institutionen präsent ist.
    Die Liberalen empfinden dies als „Intoleranz, Ignoranz und einen Marsch ins Mittelalter“.
    Nach dem Rheinischen Merkur geht diese Ignoranz Hand in Hand mit dem Verlust an religiösem Wissen. So verstehe ich das: Die Liberalen denken sich wohl, dass wenn eine Richtung in Sachen Religion vorgegeben wird, sich die Menschen keine eigenen Gedanken mehr zu diesen Themen machen, dies führt zum besagten Verlust an religiösem Wissen.
  • Bei einem kurzen Gespräch über fundamentalistische Christen mit meinem Vater habe ich von ihm noch eine Idee zu diesem Thema bekommen:
    In Nordirland gibt es schon seit Jahrhunderten den Streit zwischen Katholiken und Protestanten. Ihre "Argumente" wurden über die Jahre dabei immer radikaler, also könnte man sie doch auch als fundamentalistische Christen bezeichnen, oder?
    Was das mit Amerika zu tun hat: Es leben mehr Iren im Ausland als in Irland selbst, und die meisten davon in den USA. Vielleicht ist das nicht der Ursprung der fundamentalistischen Christenbewegungen, könnte aber doch mit dazu beigetragen haben.

Dienstag, 3. April 2007

Einige Thesen zum Fundamentalismus

So, jetzt hab ich es auch geschafft in diesen Blog reinzukommen :)
Ich habe mir mal angeschaut, was zu dem Thema Fundamentalismus auf wikipedia.de so steht, und das ist doch eine ganze Menge. Zuerst habe ich mir durchgeschaut, was unter "Fundamentalistische Christen" steht. Das war aber für den Anfang für mich sehr kompliziert zu lesen. Also habe ich nochmal ganz von vorne angefangen: "Entwicklung und Begriffsverwendung" und "Selbstverständnis und Ausrichtungen" waren hier die Überschriften. Da wurde, was Antonia schon erklärt hat, nochmal beschrieben, also Fundamentalismus allgemein.
Während ich die Artikel durchgelesen habe, habe ich mir Notizen gemacht, was mir so dazu einfällt. Hier eine Zusammenfassung:
Ich halte Fundamentalisten nicht nur für konservativ, sondern für verstockt, da sie so hart versuchen an der Basis festzuhalten und bloß keine Entwicklung zuzulassen, hätte sie auch noch so positive Auswirkungen. Sie lassen zu den Grundlagen ihrer Ideologie keine Diskussion zu, d.h. dass sie sich von anderen Gruppen abheben und deren Vorstellungen nicht einmal dulden/tolerieren wollen.
Fundamentalisten sind gegen jede kritische Auseinandersetzung mit den Bibeltexten. Meiner Meinung nach lehnen sie dadurch die Auseinandersetzung mit ihrem Glauben ab, sie nehmen einfach alles hin. Das ist ein wesentlicher Punkt des Fundamentalismus, denke ich.
Denn darum sind wohl die meisten Fundamentalisten mächtige Leute, wie Senatoren oder Großhändler. Die erste fundamentalistische Schriftreihe wurde beispielsweise auch von den kalifornischen Ölmagnaten Lyman und Milton Steward finanziert.
In einer solchen Machtposition predigen sie ihre fundamentalistische Religionsvorstellungen, dass man alles hinnehmen soll. Das färbt natürlich auf die Gesamtideologie etlicher Menschen ab, sodass sie nicht nur was in der Bibel steht alles hinnehmen. Dann sitzen die mächtigen Leute natürlich am langen Hebel.
Ich würde behaupten, dass sich die Aussage, Fundamentalisten versuchten ihre Ziele auch mit politischen Mitteln durchzusetzen, auch umdrehen lässt: Fundamentalisten versuchen ihre politischen Ziele mit religiösen/ideologischen Mitteln durchzusetzen.
Außerdem: Der 4. Grundsatz der Fundamentalisten besagt, dass bei einer Kollision von fundamentaler religiöser Überzeugungen mit politischen Regelungen die moderne Trennung von Kirche und Staat zugunsten religiöser Bestimmungen aufgehoben werden müsse.
Meines Wissens steht an der Spitze Amerikas ein christlicher Fundamentalist, was im Zusammenhang mit diesem 4. Grundsatz zu Konflikten führen muss. Denn wenn die fundamentalistische Ideologie über das Gesetz gestellt wird, heißt das auch, dass der 3. Grundsatz, welcher nur die Funamentalisten als wahre Christen bezeichnet, über die staatlich gesicherte Religionsfreiheit gestellt wird. Das heißt zwar nich, dass andere Religionen verboten werden, aber die funtamentalistischen Christen werden bevorzugt.
Hier möchte ich nochmal Bezug auf die beiden Aussagen oben nehmen. Ein Fundamentalist in einer hohen Machtposition kann also mit ideologischen und mit politischen Mitteln einen großen Einfluss auf Politik und auf die Gesellschaft haben.
Was ich noch herausgefunden habe: am Anfang war der christliche Fundamentalismus ökumenisch-pazifistisch orientiert. Was in dem Bezug vielleicht interessant wäre, ist die Beziehung zwischen Bush und dem Papst, ob Busch katholisch oder evangelisch ist, und ob er also ökumenisch-pazifistisch ist (was ich nicht glaube) oder eher, naja, das Gegenteil eben. (mir fällt gerade der passende Ausdruck nicht ein)
Beitrag von Anna Krautloher

Samstag, 31. März 2007

Einleitung: Fundamentalismus

Unser Thema ist "fundamentalistische Christen" und da habe ich in unserem Lexikon nachgeguckt , wie Fundamentalismus eigentlich definiert ist:

allgemein: kompromissloses Festhalten an (politischen, religiösen) Grundsätzen.

Das Wort trat erstmals im Zusammenhang mit einer von protestantischen Christen (1910-1915) in den USA herausgegebenen Schriftreihe auf.
Darin waren vor allem 4 unverrückbare "Grundwahrheiten" enthalten:
Darin wird 1. definiert, dass alles, was in der Bibel steht richtig ist ("Unfehlbarkeit der Hl. Schrift", "Hl. Schrift enthält keinen Irrtum"). Des Weiteren wird festgelegt, dass 2. moderne Technologien zu missachten sind, sobald sie der Hl. Schrift widersprechen. 3. kann nur derjenige ein wahrer Christ sein, der die fundamentalistischen Ansichten teilt und 4. sei die moderne Trennung von Kirche und Staat zugunsten der religiösen Bestimmung immer dann aufgehoben, wenn die 2 Bereiche kollidieren.
Fundamentalistische Strömungen sind in allen Weltreligionen zu finden. Der Fundamentalismus versucht seine ursprünglichen Ansichten durch Dogmatisierung zu erhalten und seine Ansichten gegen Kritik und Zweifel zu immunisieren (siehe oben).
Es gibt sowohl einen protestantischen, als auch einen katholischen Fundamentalismus.
(Quelle: Zeitverlag Gerd Bucerius GmbH & Co. KG, Hambug 2005; Die Zeit - Das Lexikon in 20 Bänden; 05 Flue-Gram; Seite 197)

Auf der einen Seite bewundere ich die Anhänger des Fundamentalismus, denn ihr Glaube ist so stark, dass sie auch an Unbeweisbares glauben und dass ihr Glaube das wichtigste in ihrem Leben ist. Vielleicht aber ist es auch etwas spezifisch Menschliches, an etwas Übersinnliches zu glauben und darin Halt zu finden. So glauben einige an Gott, andere an die Kraft von Steinen oder Horoskopen.
Auf der anderen Seite beinhaltet der Fundamentalismus, dass man intolerant und abweisend anderen Glaubensrichtungen gegenüber ist. Jeder sollte meiner Meinung nach an das glauben dürfen, an das er möchte. Das wiederum verbietet der Fundamentalismus. Jede Glaubensrichtung, die nur ihren eigenen Glauben gelten lässt, ist gefährlich, wie die Geschichte gezeigt hat.

Beitrag von Antonia Adler