Auf folgender Seite befindet sich ein Gespräch zwischen einem reformierten Pfarrer namens Andreas Schwendener und dem Autorenpaar Trimondi.
http://www.tagblatt.ch/index.php?artikelxml=1307816&ressort=tagblattheute/hintergrund&jahr=2007&ressortcode=tb-hi
In dem Gespräch geht es um die Botschaft der Apokalypse, die verschiedenen Religionen und ihre Auffassungen. Außerdem um die verschiedenen Formen der religiösen Lebensführungen auch innerhalb einer Religion. Hier werden auch neben islamischen Fundamentalisten, christliche angesprochen.
Herr Trimondi sagt aus, dass aller Religionen in ihrem Glauben an die Apokalypse etwas gemeinsam haben: Jeder glaubt daran, dass ein Messias kommen und über die Menschen richten werde, d.h. über die Gläubigen und über die Nichtgläubigen. Das erscheint paradox, da ja jeder an etwas anderes glaubt – aber ein Gläubiger ist. Jede Religion behauptet, am Ende würde darüber gerichtet werden, wer der richtigen Religion anhängt.
Fundamentalistische Christen glauben auch, dass das Ende der Welt nicht fern ist und scheinen nach Herrn Trimondis Meinung auch zu versuchen mit politischen Mitteln ihre „entzeitliche Prophezeiung“ beschleunigen zu wollen.
Hier noch ein Zitat zu G. W. Bush von Herrn Trimondi:
„Auf der Gegenseite (von den islamischen Fundamentalisten) steht George W. Bush. Ich glaube zwar nicht, dass er selber ein Apokalyptiker ist, aber er hält Reden, die sich apokalyptisch interpretieren lassen. Denken Sie nur an seine Wendungen wie «Kreuzzug», «Achse des Bösen», oder den Ausspruch, wer nicht für die USA sei, sei gegen sie.
Die Seite ist sehr interessant, vor allem, da sie verschiedene Meinungen zum Thema aufzeigt. Der Pfarrer beruft sich darauf, dass es nur auf die Interpretation der für die verschiedenen Religionen jeweils heiligen Worte ankommt, während die Trimondis meinen, es werde hauptsächlich unvernünftig und „egoistisch“ von den Religionen interpretiert; jede Religion entscheide für sich, was gut und böse ist.
Zur Darwin-Theorie
Darwin entwickelte die Evolutionstheorie, welche, wie in vorigen Posts von Antonia und mir schon angegeben, auch heute noch heftig umstritten ist. Und zwar so sehr, dass an manchen Schulen sogar die Schöpfungsgeschichte fast bevorzugt wird.
Die Kirche bekannte sich erst vor wenigen Jahren zur Evolutionstheorie Darwins, im Jahr 1996.
Darwin selbst war studierte Theologe, wurde aber nach seinen Erkenntnissen zum Agnostiker. Das heißt, dass er manche Dinge für ungeklärt, für grundsätzlich nicht zu klären oder für irrelevant hielt.
Zitat:"An Bord der "Beagle" war ich noch völlig rechtgläubig und ich weiß gut, dass einige Offiziere - obwohl sie sich selbst orthodox bezeichneten - mich herzlich auslachten, als ich die Bibel als unwiderlegliche Autorität in einem gewiss Punkte der Moralität anführte. Doch bis 1839 war ich so weit gekommen, dass ich dem Alten Testament nicht mehr traute als den heiligen Büchern der Hindus."
Anna
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1 Kommentar:
Ich habe noch eine Bemerkung zu Darwins Evolutionstheorie:
Fundamentalisten bestreiten ja die Evolutionstheorie und glauben statt dessen, an die Erschaffung der Welt in 7 Tagen, wie es in der Bibel steht. Sie glauben, dass die Erde nur 6000 Jahre alt ist und dass es keine Evolution gab. Sie versuchen wissenschaftlich erwiesene Theorien durch absurde Erklärungen zu widerlegen.
Wer glaubt, dass der christliche Fundamentlismus ein amerikanisches Problem sei, liegt falsch. Hier ein Beispiel dazu:
In einem Forum habe ich vor kurzem einen Beitrag gelesen, in dem der Verfasser fragt: "Was ist denn so schlimm an christlichen Fundamentalisten? Lasst sie doch einfach glauben, was sie wollen.".
Ich glaube, es würde auch niemanden interessieren, wenn Fundamentalisten für sich allein an die Schöpfungslehre glauben würden. Aber, das tun sie nich: Sie tolerieren ersten nicht die Erkenntnisse unserer Wissenschaft und zweitens versuchen sie der Welt ihren Glauben aufzuzwingen.
Auf dieser Internetseite ist ein Beispiel dafür:
http://www.spin.de/forum/340/-/3357
Fundamentalisten versuchen immer wieder durchzusetzen, dass die Schöpfungslehre in der Schule als Alternative zur Evolutionstheorie gelehrt wird.
Ein Zitat von der Seite:
"Biologieunterricht an der August-Hermann-Francke-Schule in Gießen. Schüler der achten Klasse ergänzen einen Lückentext. Fertig ausgefüllt lautet der Übungstext: "Die [Kontinentalverschiebung] setzte erst nach der Sintflut ein. Gott schickte die [Sintflut] auf die Erde, weil die [Menschen] so böse waren, aber Noah fand [Gnade] vor dem Herrn." Im unteren Teil der Seite wird die Welt nach der Flut beschrieben: "Der Mensch isst jetzt Fleisch, es gibt Naturkatastrophen und Klimaprobleme, Menschen werden nicht mehr so alt." "
Wenn so was an deutschen Schulen gelehrt wird, dann ist das eine Gefahr für unsere Gesellschaft. Somit wäre dann auch die Frage beantwortet, was schlimm ist an fundamentalistischen Ansichten.
In den USA ist der Konflikt zwischen Wissenschaft und Religion noch viel ausgeprägter als bei uns. Aber wer weiß, wie lange noch...
So viel mal hierzu.
Lg Antonia
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