Zu den Karikaturen
Die erste Karikatur zeigt einen böse dreinschauenden Mann mit einem Schild in der Hand auf dem steht: Wer meine religiösen Gefühle verletzt, dem polier ich die Fresse! Das ist doch ein Widerspruch in sich. Meines Erachtens nämlich stellen Religionen soziale Regeln, damit das zwischenmenschliche Zusammenleben eine gewisse Ordnung hat. Jemandem die Fresse zu polieren fällt nicht gerade unter ein soziales Verhalten, weshalb ich das auch nicht als religiös empfinde. Es gibt aber Menschen, die in ihrer Religion die Ansicht gewonnen haben, sie müssten ihren Glauben gegen alles und jeden verteidigen und durchsetzen, da er der einzig wahre ist. Das es der einzig wahre ist, möge für diese Menschen vielleicht zutreffen. Aber der Glaube ist eine persönliche Angelegenheit; man kann nur sagen: Das ist für mich mein richtiger Glaube, und nicht das ist DER Glaube, an den sich alle zu halten haben. Es stimmt also, wenn sich der böse-aussehende Mann nicht in seinen Glauben reinreden lassen möchte. Er kann das aber auch anders sagen und muss nicht gleich so agressiv werden! Er versinnbildlicht für mich einen typischen fundamentalistischen Christen, wie ich ihn mir vorstelle: Jemand, der an seinen Glauben mit aller Gewalt glaubt, nur um nicht selbst denken zu müssen.
Zur zweiten Karikatur fällt mir ein, dass sie zeigt, dass die Kirche, der Vatikan, gar nicht sooo groß sind. Auch sie sind schwach, blind und machen Fehler. (Irren ist menschlich :) ) Lange Zeit hat jeder Christ die Kirche für perfekt, allwissend und für die Lösung zum Leben gehalten. Inzwischen benötigt auch die Kirche Hilfe, um bei den Menschen auch heute noch so viel Anklang zu finden, was ich nicht schlimm finde, aber gut zu wissen. Die Kirche ist eine menschliche Institution, eine große Gemeinschaft, und auch die hat ihre Schwächen, übersieht einiges und macht Fehler.
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen