- Auf der Internetseite http://www.merkur.de/2007_14_Ganz_schoen_schr.19816.0.html?&no_cache=1
habe ich heute gelesen, dass in Amerika zwar über 90 % der Bevölkerung an Gott glauben, den meisten Menschen jedoch das Grundwissen der Bibel und der Christlichen Lehre fehlt. So würden z.B. zehn Prozent von ihnen behaupten, dass Noah mit der französischen Nationalheiligen Jeanne d’Arc verheiratet war!
Amerika wird auch „ A Nation of Religions“ genannt . Ist es da nicht erstaunlich, dass die meisten gar nicht wirklich wissen woran sie glauben? Vielleicht liegt das daran, dass Amerika eben ein "Patchwork-Kultur"-geprägtes Land ist.
Die Bush-Regierung wird mittlerweile von den Fundamentalisten stark kritisiert, obwohl Bush religiösen Organisationen, und also auch ihnen, inzwischen eine erhebliche Menge von Steuergeldern zugänglich gemacht hat.
Zitat von der oben genannten Internetseite: „Gleichwohl sind gerade die christlichen Fundamentalisten, die Bushs Berater Karl Rove gerne seine „Basis“ nennt, inzwischen unzufrieden mit ihrem Präsidenten. Die Bush-Regierung hat nicht ernsthaft versucht, dem Christentum an den Schulen oder in anderen öffentlichen Institutionen eine Präsenz zu verschaffen.“
Es gibt tatsächlich einen Gegensatz zu den fundamentalistischen Christen, nämlich die liberalen, die alles was mit Religion zu tun hat aus dem öffentlichen Leben verbannen wollen.
Jedoch scheinen beide Gruppen, fundamentale und liberale Christen, radikal zu sein.
Die Fundamentalen geben, so wie ich das verstehe, eine Richtung vor und akzeptieren keine Abweichungen. In den USA treten sie dafür ein, dass das Christentum in öffentlichen Institutionen präsent ist.
Die Liberalen empfinden dies als „Intoleranz, Ignoranz und einen Marsch ins Mittelalter“.
Nach dem Rheinischen Merkur geht diese Ignoranz Hand in Hand mit dem Verlust an religiösem Wissen. So verstehe ich das: Die Liberalen denken sich wohl, dass wenn eine Richtung in Sachen Religion vorgegeben wird, sich die Menschen keine eigenen Gedanken mehr zu diesen Themen machen, dies führt zum besagten Verlust an religiösem Wissen. - Bei einem kurzen Gespräch über fundamentalistische Christen mit meinem Vater habe ich von ihm noch eine Idee zu diesem Thema bekommen:
In Nordirland gibt es schon seit Jahrhunderten den Streit zwischen Katholiken und Protestanten. Ihre "Argumente" wurden über die Jahre dabei immer radikaler, also könnte man sie doch auch als fundamentalistische Christen bezeichnen, oder?
Was das mit Amerika zu tun hat: Es leben mehr Iren im Ausland als in Irland selbst, und die meisten davon in den USA. Vielleicht ist das nicht der Ursprung der fundamentalistischen Christenbewegungen, könnte aber doch mit dazu beigetragen haben.
Montag, 9. April 2007
Verwunderlich
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