Auf dieser Website
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/24/24781/1.html
stehen interessante Ziele der fundamentalistischen Christen. Sie fordern „das Verbot der Abtreibung, die Bekämpfung der Homosexualität und der vorehelichen Sexualität sowie dem Erhalt der Familie.“ Sie halten diese Punkte für viel wichtiger als das Thema der globalen Erwärmung. Sie streiten sogar ab, dass der Klimawandel Folge von menschlichem Handeln ist. Dagegen behaupten sie, es sei eine Umweltkatastrophe, die von Gott so vorgesehen worden sei. Er würde es nach ihrer Auffassung nicht zulassen, dass die Menschen für ihren eigenen Untergang verantwortlich wären.
Aus dem Artikel kann man auch sehr schön herauslesen, welchen Einfluss die konservativen, fundamentalistischen Christen auf das Weiße Haus haben: Die USA erklären, dass man den tatsächlichen Grund für die Klimaerwärmung nicht kenne, weshalb sie auch nicht viel gegen vermehrte Ausstöße von Treibhausgasen unternimmt. Obwohl Amerika für ein Viertel weltweiter Abgaben von Treibhausgasen in die Atmosphäre verantwortlich ist behauptet sie, mehr als andere Nationen, die das Kyoto-Abkommen unterzeichnet hätten, reduziert zu haben.
Das Kyoto-Abkommen ist ein Abkommen zur Reduktion von Treibhausgasen in der Atmosphäre weltweit.
An diesem Beispiel sieht man sehr gut, welchen Einfluss die fundamentalistischen Christen in den USA doch haben.
Ein weiteres Beispiel dazu ist ein Auszug aus: „Die Trennung von Kirche und Staat in den USA – Jefferson bis Bush“ von Bobbie Kirkhart:
„Die rapiden technologischen und sozialen Veränderungen der letzten 25 Jahre haben die Gesellschaft der USA religiöser gemacht, besonders in ihrer politischen Rhetorik. Wir hatten zwei Präsidenten - Reagan und den jetzigen Bush - die sich beide als religiöse Führer verstehen. Sie haben kontinuierlich konservative Richter in den Obersten Gerichtshof ernannt, die dazu neigen, zugunsten der Religion zu urteilen (wie in dem kürzlich erfolgten Gesetz, welches öffentliches Geld an kirchliche Schulen verteilt).
Seit 1994 ist das Repräsentantenhaus vehement religiös. Die Fähigkeit der "religiösen Rechten," Geld aufzutreiben und Menschen zu mobilisieren, macht vielen Kongressabgeordneten, die sie keineswegs unterstützen würden, Angst. Kein Gesetz, welches Religionen unterstützt, ist zu unsinnig, um vom Repräsentantenhaus verabschiedet zu werden. Der Senat bietet noch einigermaßen Schutz gegen die lächerlichsten solcher Gesetze und der Oberster Gerichtshof kann noch einige der subtileren Verstöße verhindern.
Obwohl über viele Jahre hinweg die Wohlfahrtsverbände der verschiedenen religiösen Gruppierungen (z.B. katholisch, lutherisch, die Heilsarmee) ihre Hauptunterstützung aus Steuergeldern erhalten haben, müssen sie sich an das Bundesgesetz halten und bestätigen, daß sie weder diskriminieren noch konvertieren. Daher will die Bush Regierung ein Programm erweitern, welches bereits - ohne bemerkt zu werden - von der Carter Administration begonnen wurde. Dieses Programm, "Charitable Choice," erlaubt der Regierung, meine Steuergelder religiösen Hilfsorganisationen ihrer Wahl zu geben, die nicht im Sinne der Gleichheit und des Konvertierungsverbots agieren.“
http://www.ibka.org/artikel/ag02/kirkhart.html
Internationaler Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA)
Zu dem erwähnten Programm der Bush-Regierung noch ein Auszug:
"In den USA sehen viele seit dem Amtsantritt des Präsidenten Bush die Trennung von Staat und Religion in Gefahr. George W. Bush erklärte mit einer ersten Amtshandlung den Sonntag zum Tag des nationalen Gebets. Auch will Bush mit einem Milliardenprogramm soziale Dienste religiöser Gruppen fördern. Eine entsprechende Initiative stellte er zu Beginn seiner zweiten Amtswoche vor. Bush war zuvor mit Vertretern verschiedener Religionsgruppen zusammengetroffen. Der Plan sieht vor, dass religiöse Gruppen soziale Dienste wie Obdachlosenhilfe, Drogenberatung oder Kinderbetreuung übernehmen. Sie würden dafür Steuergelder erhalten."
Interessant fand ich nebenbei, dass es eine Website von und für Atheisten gibt, wo über solche Themen in der Form diskutiert wird. Auch als Nicht-Atheist kann einem Manches auf dieser Seite zu denken geben.
In Sachen Kirchenkritik bin ich auf einige Postkarten mit kirchen- und religionskritische Motiven gestoßen, welche von Leuten wie Janosch gezeichnet worden sind. Einige dieser Karten fand ich gar nicht so schlecht, weshalb ich sie hier zeigen möchte. Vielleicht haben sie jetzt nicht gerade viel mit dem Thema zu tun, obwohl ich sie in diesem Zusammenhang gefunden habe. Ich denke mir aber, dass auch mit solchen Motiven gegen christliche Fundamentalisten vorgegangen wird.
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1 Kommentar:
Hallo Anna,
denke bei den Bildern an das Copyright :-)
Ein Verweis auf die Originalfundstelle ist weniger riskant und einfach einzubauen.
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